Ein komplexer Fall rund um Leasingverträge für Luxusfahrzeuge beschäftigt die Justiz. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen abgeschlossen und insgesamt 39 Anklagen gegen verschiedene Personen eingeleitet.
Im Zentrum stehen mutmassliche Unregelmässigkeiten beim Kauf, der Finanzierung und der Weitergabe von mehr als hundert Fahrzeugen.
Ermittlungen nach Leasinggeschäften abgeschlossen
Die Staatsanwaltschaft hat den Abschluss der strafrechtlichen Untersuchungen zu einer Reihe von Verstössen im Zusammenhang mit Luxusfahrzeug-Leasingverträgen bekannt gegeben.
Insgesamt wurden:
- acht Hauptanklagen erhoben,
- zusätzlich 31 weitere Anklagen gegen Personen mit unterschiedlichen Rollen und Verantwortlichkeiten eingeleitet.
Die Verfahren betreffen Ereignisse zwischen 2020 und Sommer 2025.
Über hundert Fahrzeuge über inaktive Firmen finanziert
Nach bisherigen Erkenntnissen ging es um die Beschaffung von Finanzierungen für den Kauf von mehr als hundert Fahrzeugen.
Diese Geschäfte sollen über rund 70 Unternehmen abgewickelt worden sein, die grösstenteils nicht aktiv waren.
Die Fahrzeuge wurden anschliessend:
- an Dritte verleast,
- teilweise ins Ausland weitergegeben,
- oder verkauft.
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Umfangreiche Ermittlungen durchgeführt
Die Untersuchungen wurden von der Staatsanwaltschaft koordiniert und durch die Kantonspolizei durchgeführt.
Dabei kamen verschiedene Massnahmen zum Einsatz:
- komplexe finanzielle Rekonstruktionen,
- Hausdurchsuchungen,
- Beschlagnahmung von Unterlagen,
- Sicherstellung von Computermaterial.
Im Verlauf der Ermittlungen wurden zudem weitere mögliche Wirtschafts- und Insolvenzdelikte festgestellt.
Zwei der beschuldigten Personen verbüssen bereits vorzeitig Haftstrafen.
Schwere Vorwürfe gegen mehrere Beteiligte
Die Anklagepunkte umfassen je nach Rolle und Beteiligung unter anderem:
- schweren Betrug,
- schwere Misswirtschaft,
- Veruntreuung,
- Urkundenfälschung,
- Geldwäsche,
- Täuschung von Behörden,
- mangelhafte Buchführung,
- Vermögensminderung zulasten von Gläubigern.






