Der Fall um Luigi Mangione geht in eine neue und entscheidende Phase.
Am Montag beginnt eine weitere Anhörung – und sie könnte den Ausgang des gesamten Mordprozesses verändern.
Denn seine Verteidigung will zentrale Beweismittel aus dem Verfahren kippen. Sollte das gelingen, würde der Prozess eine dramatische Wendung nehmen.
Warum die neue Anhörung so wichtig ist
Luigi Mangione, 27, steht im Verdacht, den CEO von UnitedHealthcare, Brian Thompson, in Midtown Manhattan erschossen zu haben. Nun tritt er erneut vor Gericht an – und diesmal geht es nicht um Schuld oder Unschuld, sondern um die Frage, welche Beweise überhaupt verwendet werden dürfen.
Quelle: newsweek.com
Die Anhörung betrifft sowohl den anstehenden Mordprozess vor einem Staatsgericht als auch das separate Bundesverfahren, in dem die Todesstrafe gefordert wird.
Die Festnahme: Durchsuchung rechtswidrig?
Mangione wurde nach einer grossangelegten Fahndung in einem McDonald’s in Altoona, Pennsylvania, festgenommen. Bei ihm fanden Beamte:
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eine Handfeuerwaffe
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ein geladenes Magazin
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ein rotes Notizbuch
Die Verteidigung argumentiert:
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Die Durchsuchung sei rechtswidrig gewesen, da Mangione bereits gefesselt war und kein Durchsuchungsbefehl vorlag.
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Die gefundenen Gegenstände seien deshalb nicht verwertbar.
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Die Notizbucheinträge seien persönliche Gedanken, die Geschworene unfair beeinflussen könnten.
Die Staatsanwaltschaft hält dagegen:
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Die Waffe stimme mit ballistischen Spuren am Tatort überein.
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Die Notizbucheinträge deuteten klar auf Vorsatz hin.
Miranda-Rechte im Fokus
Ein weiterer Streitpunkt betrifft die Miranda-Rechte:
Mangiones Anwälte behaupten, er sei nicht korrekt über seine Rechte aufgeklärt worden. Seine Aussagen gegenüber der Polizei seien daher zu unterdrücken.
Wer darf aussagen? Streit um Zeugenliste
Die Verteidigung möchte zudem verhindern, dass Nicht-Augenzeugen Mangione anhand von Fotos oder Videos identifizieren dürfen.
Begründung: Solche Aussagen könnten das Verfahren verzerren.
Parallel beantragt das Team:
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Mangione solle unfesselt am Tisch sitzen
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Er solle mindestens eine freie Hand haben, um Notizen machen zu können
Auftritt vor Gericht: Mangione in Zivilkleidung
Am Montag erschien Mangione in einem grauen Anzug, einem gemusterten Hemd und ohne Handschellen. Richter Gregory Carro hatte seinem Antrag auf Zivilkleidung stattgegeben.
Für den Transport aus dem Metropolitan Detention Center bekam er bereitgestellt:
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2 Anzüge
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mehrere Hemden und Pullover
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3 Hosen
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5 Paar Socken
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1 Paar Schuhe ohne Schnürsenkel
Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt:
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8 Reihen Journalisten
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3 Reihen Zuschauer, einige in grüner Kleidung mit Mangiones Namen oder Bild
Der Prozess startete mit Verzögerung – statt um 10 Uhr begann die Anhörung rund 45 Minuten später.










