Der Fall um den Abschuss des Luchses Diego in Colombier NE hat für viel Aufregung gesorgt. Nun zeigt der Autopsiebericht klar: Der Wildhüter handelte korrekt – das Tier war schwer krank.
Was passiert ist
Im September kam es in einem Wald bei Colombier NE zu einem ungewöhnlichen Vorfall: Eine Spaziergängerin traf mit ihrem Hund plötzlich auf einen Luchs. Das Tier blieb stehen, fauchte Frau und Hund an und wich auch später Joggern oder der herbeigerufenen Polizei nicht zurück.
Schliesslich wurde ein Wildhüter aufgeboten, der den Luchs erschoss. Laut 20min.ch zeigt ein nun vorliegender Autopsiebericht, dass diese Entscheidung gerechtfertigt war.
Autopsie: Luchs litt an schwerer Viruserkrankung
Wie die Zeitungen von CH Media berichten, litt der Luchs – von Tierschützern „Diego“ genannt – an Staupe, einer gefährlichen Viruserkrankung. Gleich mehrere innere Organe waren stark entzündet.
Der Kanton Neuenburg teilt mit, dass der Gesundheitszustand des Tieres klar erklärt, warum es untypisches und aggressives Verhalten zeigte. Die Behörden betonen, dass der Abschuss gesetzeskonform war.
Strafanzeige gegen Wildhüter – nun entlastet
Der Verein Avenir Loup Lynx Jura hatte Strafanzeige gegen den Wildhüter eingereicht. Man argumentierte, das Verhalten des Luchses sei das eines hungrigen Tieres gewesen und nicht aussergewöhnlich gefährlich.
Nach Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse ist jedoch klar: Das Tier war schwer erkrankt und stellte eine potenzielle Gefahr dar. Eine Stellungnahme des Vereins steht noch aus.
Einordnung
Der Fall zeigt erneut, wie schwierig der Umgang mit verletzten oder kranken Wildtieren sein kann. Experten weisen darauf hin, dass Staupe bei Wildtieren nicht nur zu Verhaltensänderungen, sondern auch zu einer Gefahr für Menschen und Haustiere werden kann.










