Eine Passagiermaschine der polnischen Fluggesellschaft LOT musste auf dem Rückflug von Mallorca nach Warschau in der Nacht in Mailand zwischenlanden. Grund war ein medizinischer Notfall beim Piloten. Die Boeing 737 MAX 8 landete sicher, der Pilot wurde medizinisch versorgt.
Pilot erkrankt während Flug von Mallorca nach Warschau
Ein Flug der polnischen Fluggesellschaft LOT ist wegen eines medizinischen Zwischenfalls ausserplanmässig in Italien gelandet. Die Boeing 737 MAX 8 befand sich auf dem Weg von der spanischen Ferieninsel Mallorca nach Warschau, als die Besatzung kurz nach 4.00 Uhr einen Notfall meldete.
Dem Piloten war während des Fluges übel geworden. Daraufhin entschied sich die Crew für eine Sicherheitslandung am Flughafen Mailand-Malpensa. Die Maschine setzte rund eine halbe Stunde nach der Meldung des Notfalls sicher auf italienischem Boden auf.
Laut GMX warteten am Flughafen bereits medizinische Einsatzkräfte, darunter Ärzte, Sanitäter und die Flughafen-Feuerwehr. Der Pilot konnte vor Ort behandelt werden. Grössere medizinische Eingriffe waren nach bisherigen Angaben nicht erforderlich.
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Passagiere erreichen Warschau mit Verspätung
Nach der Versorgung des Piloten bestätigten die Verantwortlichen, dass sich sein Zustand stabilisiert habe. Alle Passagiere und weiteren Besatzungsmitglieder blieben unverletzt.
Die Maschine konnte jedoch nicht sofort weiterfliegen. Für die Fortsetzung des Fluges musste zunächst eine Ersatzbesatzung organisiert werden. Erst nach mehreren Stunden am Boden konnte die Boeing ihre Reise nach Warschau fortsetzen.
Zur genauen Anzahl der Passagiere an Bord lagen zunächst keine Angaben vor.
Flug verlängerte sich deutlich
Die Verbindung LO6212 von Mallorca nach Warschau gehört zu den regulären Sommerverbindungen der polnischen Fluggesellschaft LOT. Die Strecke zwischen der spanischen Ferieninsel und der polnischen Hauptstadt beträgt rund 2’000 Kilometer und dauert normalerweise etwas mehr als drei Stunden.
Durch die ausserplanmässige Landung in Mailand verlängerte sich die Reisezeit für die Passagiere jedoch erheblich. Statt der geplanten Flugzeit waren die Reisenden insgesamt mehr als zwölf Stunden unterwegs.
Der Vorfall zeigt die Bedeutung von Sicherheitsentscheidungen im Luftverkehr: Bei gesundheitlichen Problemen innerhalb der Cockpitbesatzung können Piloten jederzeit eine Zwischenlandung anordnen, um die Sicherheit von Passagieren und Crew zu gewährleisten.






