Einigung bringt Stabilität in die Handelsbeziehungen
Vaduz / Bern / Washington – Liechtenstein, die Schweiz und die USA haben sich auf eine gemeinsame Absichtserklärung verständigt, mit der ein bilateraler Zollsatz von maximal 15 Prozent auf die meisten Waren aus Liechtenstein und der Schweiz festgelegt wird.
Die Erklärung ist rechtlich unverbindlich, schafft aber eine wichtige Grundlage für stabile Wirtschaftsbeziehungen und weitere Verhandlungen über ein mögliches Handelsabkommen.
Gleichbehandlung mit der EU – 15-Prozent-Grenze fixiert
Mit der neuen Vereinbarung sichern die USA Liechtenstein und der Schweiz dieselbe Zollbehandlung zu und anerkennen den Zollvertrag zwischen beiden Ländern ausdrücklich.
Damit werden Unternehmen aus Liechtenstein und der Schweiz künftig gleichgestellt mit jenen aus der Europäischen Union.
Der bilaterale Zollsatz wird bei maximal 15 Prozent gedeckelt – eine deutliche Verbesserung, nachdem zeitweise Zusatzzölle von bis zu 39 Prozent gegolten hatten.
Diese Regelung gilt auch für sektorielle Zölle auf Halbleiter und Pharmaprodukte, während bestehende Sonderzölle – etwa auf Stahl und Aluminium – vorerst bestehen bleiben.
Trump bestätigt Einigung auf sozialen Medien
US-Präsident Donald Trump bestätigte die Einigung am Freitag, 14. November 2025, über seine sozialen Medienkanäle.
Er sprach von einem „fairen Schritt“ zur Stärkung der Handelsbeziehungen und einer Win-win-Situation für alle drei Staaten.
Bereits im Sommer 2025 hatten die drei Länder eine ähnliche Erklärung vorbereitet, die jedoch nicht finalisiert wurde.
Im August traten daraufhin unilaterale Zusatzzölle in Kraft – 15 % auf liechtensteinische und 39 % auf Schweizer Waren.
Dank der nun erzielten Absichtserklärung gehören Liechtenstein und die Schweiz wieder zur Gruppe jener Staaten,
„mit denen die USA ihre Zollpolitik durch Verhandlungen und nicht durch einseitige Massnahmen festlegen“,
so die liechtensteinische Regierung in einer Mitteilung.
Nächster Schritt: Verbindliches Handelsabkommen geplant
Auf Grundlage der jetzigen Erklärung soll nun ein verbindliches Handelsabkommen ausgearbeitet werden,
das Rechtssicherheit und Investitionsschutz bietet.
Liechtenstein und die Schweiz bekennen sich darin auch, Investitionen in den USA zu fördern und neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Die liechtensteinische Regierung will dazu in den kommenden Wochen ein Verhandlungsmandat beschliessen.










