Was als harmlose Online-Bekanntschaft beginnt, endet für viele Opfer in einem finanziellen Albtraum.
Jetzt schlagen die Behörden zu – mit Hausdurchsuchungen und Verhaftungen in mehreren Kantonen.
Ein international vernetzter Betrugsring steht im Fokus.
Grosseinsatz in mehreren Kantonen
Am 28. April 2026 greifen Ermittler der Kantonspolizei Zürich und Stadtpolizei Zürich durch.
Unter Leitung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich werden:
- Mehrere Wohn- und Lagerräumlichkeiten durchsucht
- Einsätze in insgesamt sechs Kantonen durchgeführt
- Zehn Männer verhaftet (Alter: 32 bis 54 Jahre)
Unterstützt wird die Aktion von Europol sowie weiteren Polizeikorps.
Wer sind die Verdächtigen?
Die Ermittlungen richten sich gegen mutmassliche Mitglieder einer nigerianischen Vereinigung.
Laut Behörden stehen sie im Verdacht, international tätig zu sein – insbesondere in den Bereichen:
- Schwere Geldwäscherei
- Romance Scam (Liebesbetrug)
- Cyber-Betrug mit Schäden in Millionenhöhe
Bis auf eine Ausnahme stammen die Beschuldigten aus Nigeria oder sollen die Gruppierung unterstützt haben.
Wichtig: Es gilt die Unschuldsvermutung.
Was ist Romance Scam?
Romance Scam – auch bekannt als Love Scam – ist eine perfide Betrugsmasche im Internet.
Die Täter erstellen gefälschte Profile auf:
- Social Media Plattformen
- Dating-Apps
- Online-Partnerbörsen
Dann beginnt das Spiel mit den Gefühlen.
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Typischer Ablauf
- Kontaktaufnahme mit scheinbar sympathischer Person
- Schneller Aufbau emotionaler Nähe
- Vortäuschen von Liebe oder Beziehung
- Plötzliche Notlage (z. B. Krankheit, Reiseprobleme)
- Bitte um Geldüberweisungen
Am Ende verlieren Opfer oft grosse Summen.
Warum dieser Fall besonders ist
Die aktuellen Ermittlungen zeigen:
- Internationale Vernetzung der Täter
- Professionelle Strukturen
- Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg
Bereits in mehreren europäischen Ländern kam es zu Verhaftungen im Zusammenhang mit dieser Gruppierung.
So schützt du dich vor Liebesbetrug
Experten empfehlen klare Vorsichtsmassnahmen:
- Misstrauen bei schnellen Liebesbekundungen
- Keine Geldüberweisungen an Online-Bekanntschaften
- Profile genau prüfen (Bilder, Angaben, Verhalten)
- Reverse-Bildsuche nutzen
- Kontakt abbrechen bei Druck oder Notfallgeschichten
Weitere Infos bietet die Plattform Cybercrimepolice.ch.
Ermittlungen laufen weiter
Die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich gibt aktuell keine weiteren Details bekannt.
Grund: laufende Ermittlungen.
Auch Interviews werden derzeit nicht geführt.
Digitale Liebe kann teuer werden
Der Fall zeigt eindrücklich, wie professionell Online-Betrug heute organisiert ist.
Hinter vermeintlichen Liebesgeschichten können kriminelle Netzwerke stehen.







