Ein symbolischer Moment nach Monaten des Leids.
Mit der Rückkehr der letzten Geisel endet ein zentrales Kapitel des Gaza-Kriegs.
Nun beginnt der schwierigste Teil des Friedensplans.
Alle Hamas-Geiseln zurück in Israel
Mit der Überführung der sterblichen Überreste des israelischen Polizisten Ran Gvili nach Israel sind nun alle von der Hamas entführten Geiseln heimgekehrt. Das israelische Militär bestätigte, dass die Leiche identifiziert worden sei, nachdem zuvor auf einem Friedhof im Gazastreifen nach ihr gesucht worden war.
Laut gmx.ch übermittelte die Hamas den Vermittlern des Gaza-Abkommens alle notwendigen Informationen zur Auffindung der Leiche, womit die Voraussetzungen für den Übergang in die zweite Phase des Abkommens erfüllt wurden.
Im Gegenzug übergibt Israel die Leichen von 15 Palästinensern.
Zweite Phase des US-Abkommens beginnt
Die US-Regierung hatte die zweite Phase des Friedensplans bereits ausgerufen. Israel machte den offiziellen Eintritt jedoch davon abhängig, dass die letzte Geisel nach Israel zurückkehrt – eine Bedingung, die nun erfüllt ist.
Die zweite Phase soll den Weg zu einem dauerhaften Ende des Gaza-Kriegs ebnen, der durch das Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde.
Das wurde in Phase eins umgesetzt
Waffenruhe und Geiselfreilassungen
Bereits am 10. Oktober 2025 trat eine Waffenruhe in Kraft. In dieser Phase wurden:
die letzten 20 lebenden Geiseln freigelassen
rund 2.000 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen
insgesamt 28 Geisel-Leichen an Israel übergeben
Israel übergab im Gegenzug die sterblichen Überreste von 360 verstorbenen Bewohnern Gazas.
Zudem zog sich Israels Armee hinter die sogenannte gelbe Linie zurück und kontrolliert seither noch etwas mehr als die Hälfte des Gazastreifens.
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Entwaffnung der Hamas als Kernfrage
Gefahr eines neuen Kriegs
Die zweite Phase sieht die Entwaffnung der Hamas vor – ein Punkt, den die Terrororganisation bislang ablehnt. Beobachter halten jedoch Kompromisse für möglich, etwa den Verzicht auf Raketen.
Diskutiert wird auch eine Amnestie für Hamas-Mitglieder, die sich zur Gewaltfreiheit verpflichten. Scheitern die Gespräche, droht ein erneutes Aufflammen des Kriegs.
Neue Übergangsregierung für Gaza
Bereits bekanntgegeben wurden die 14 Mitglieder einer palästinensischen Übergangsregierung, die den weitgehend zerstörten Gazastreifen verwalten soll. Die Fachleute sollen keine Verbindung zur Hamas haben.
Zur Unterstützung wurden mehrere neue Gremien geschaffen, darunter das Gaza Executive Board mit internationalen Vertretern wie Steve Witkoff, Tony Blair und Hakan Fidan.
Internationaler Friedensrat geplant
Übergeordnet ist ein geplanter Friedensrat, der unter Leitung von US-Präsident Donald Trump stehen soll. Er soll nicht nur den Gaza-Friedensprozess überwachen, sondern auch andere internationale Konflikte.
Mehrere europäische Staaten, darunter Deutschland, lehnen eine Teilnahme ab.
Internationale Truppe soll Ordnung sichern
Langfristig soll eine internationale Stabilisierungstruppe (ISF) die israelische Armee im Gazastreifen ablösen. Länder wie Indonesien und Pakistan signalisierten Bereitschaft zur Beteiligung, Deutschland hingegen nicht.
Ein konkreter Zeitplan für den Rückzug Israels und die Übergabe an die ISF existiert bislang nicht.










