Lenzburg (AG): Ermittler des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) haben bei einer Hausdurchsuchung nicht nur Schmuggelfleisch, sondern auch eine riesige Hanfplantage entdeckt.
Überraschender Fund bei Razzia im Industriegebäude
Was als Routineeinsatz gegen organisierten Fleischschmuggel begann, entwickelte sich zu einem aufsehenerregenden Doppelfund.
Bei einer Hausdurchsuchung im Raum Lenzburg stiessen die Ermittler des BAZG auf eine Tonne geschmuggeltes Kalbfleisch, rund 6’000 Hanfpflanzen und 180 Kilogramm THC-haltige Blüten.

Eine Person wurde vor Ort festgenommen.
Die Durchsuchung war Teil einer laufenden Ermittlung zur Bekämpfung des Fleischschmuggels.
Wie das BAZG mitteilte, erfolgte der Einsatz bereits im März 2025, die Kommunikation wurde jedoch aus Rücksicht auf laufende Ermittlungen erst jetzt öffentlich gemacht.
Ermittlungen laufen in zwei Richtungen
Das Strafverfahren wegen Fleischschmuggels bleibt beim Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit.
Die Betäubungsmitteldelikte hingegen liegen nun in der Zuständigkeit der Kantonspolizei Aargau und der Staatsanwaltschaft Aargau, die ein eigenes Verfahren eröffnet hat.
Ziel der Ermittlungen ist es, die Herkunft und die Hintermänner sowohl des Fleischhandels als auch der Hanfproduktion zu klären.

Das BAZG im Überblick
Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) ist weit mehr als eine Zollbehörde.
Es schützt die Schweizer Grenzen, erhebt Zölle und Abgaben – und bekämpft grenzüberschreitende Kriminalität.
Mit seinen Kontrollfunktionen trägt das Amt rund ein Drittel der Bundeseinnahmen bei.
Darüber hinaus ist das BAZG in über 100 nichtzollrechtlichen Bereichen tätig – von Heilmitteln über Artenschutz bis zum Markenschutz.
Im Rahmen des Digitalisierungsprogramms DaziT modernisiert das Amt derzeit seine Abläufe, um schnellere und effizientere Grenzkontrollen zu ermöglichen.










