Marine Le Pen will Frankreichs nächste Präsidentin werden. Trotz ihrer Verurteilung hält die französische Rechtsnationale an ihrer Kandidatur fest und setzt auf die Unterstützung ihrer Wähler.
Die 57-Jährige kündigte an, gegen das Urteil vorzugehen und bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr anzutreten. Der Weg zum höchsten Amt des Landes bleibt jedoch mit juristischen Risiken verbunden.
Le Pen bestätigt ihre Kandidatur
Nach monatelangen Spekulationen ist es nun offiziell: Marine Le Pen wird für die Rechtsnationalen bei der französischen Präsidentschaftswahl antreten. Sie erklärte gegenüber dem Fernsehsender TF1, dass sie Revision gegen ihre Verurteilung einlegen werde.
Laut GMX wurde Le Pen zuvor in einem Verfahren wegen Scheinbeschäftigung und des missbräuchlichen Umgangs mit EU-Geldern schuldig gesprochen. Ein Berufungsgericht verhängte eine Strafe mit elektronischer Fussfessel sowie einen zeitlich begrenzten Entzug des passiven Wahlrechts.
Politischer Aufstieg über mehrere Wahlen
Marine Le Pen hat ihre Position in der französischen Politik in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Bereits dreimal trat sie bei Präsidentschaftswahlen an.
Ihre bisherigen Ergebnisse:
- 2012: dritter Platz im ersten Wahlgang
- 2017: Einzug in die Stichwahl gegen Emmanuel Macron
- 2022: erneut Stichwahl gegen Macron
Trotz der Niederlagen konnte Le Pen ihren Stimmenanteil kontinuierlich steigern. Besonders 2022 profitierte Emmanuel Macron davon, dass viele Wählerinnen und Wähler aus dem linken Lager ihn unterstützten, um einen Sieg Le Pens zu verhindern.
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Warum die Präsidentschaftswahl so wichtig ist
Der französische Präsident verfügt über deutlich mehr Macht als beispielsweise der deutsche Bundespräsident. Das Staatsoberhaupt wird direkt vom Volk für fünf Jahre gewählt.
Zu den wichtigsten Befugnissen gehören:
- Führung der Streitkräfte
- Entscheidungen über Militäreinsätze
- Einfluss auf den Einsatz der französischen Atomwaffen
- Ernennung des Premierministers
- Auflösung der Nationalversammlung
- Einberufung von Referenden
Die Wahl findet voraussichtlich im Frühjahr statt. Sollte kein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen, kommt es zu einer Stichwahl.
Sorgen in Europa vor einem möglichen Sieg
Ein Wahlerfolg Le Pens würde auch international aufmerksam verfolgt. Besonders in Berlin und Brüssel gibt es Bedenken wegen ihrer europakritischen und nationalistischen Positionen.
Die kommenden Monate dürften daher entscheidend werden: Kann Marine Le Pen ihre bisherigen Erfolge ausbauen und erstmals den Élysée-Palast erobern?






