Wenige Tage vor dem Nato-Gipfel
Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara verschärfen die türkischen Behörden ihr Vorgehen gegen mutmassliche Terrorverdächtige.
Bei landesweiten Razzien wurden Hunderte Menschen festgenommen, gegen viele von ihnen wurde Untersuchungshaft angeordnet.
178 Menschen in Untersuchungshaft
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Ankara wurden insgesamt 225 Menschen festgenommen.
Für 178 Verdächtige ordneten die Behörden Untersuchungshaft wegen Terrorismusvorwürfen an.
Razzien gegen zahlreiche Berufsgruppen
Von den Massnahmen betroffen sind nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen unter anderem:
- Journalisten
- Akademiker
- Rechtsanwälte
- Lehrer
- Studenten
- Gewerkschafter
- Umweltaktivisten
Mehrere bekannte Persönlichkeiten befinden sich unter den Festgenommenen.
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Kritik von Menschenrechtsorganisationen
Laut GMX kritisierte die Menschenrechtsorganisation MLSA das Vorgehen der Behörden. Demnach wurden bei den Razzien zahlreiche Vertreter der Zivilgesellschaft festgenommen, darunter auch Journalisten und Wissenschaftler.
Nato-Gipfel steht bevor
Der Nato-Gipfel soll am 7. und 8. Juli in Ankara stattfinden.
Zu dem Treffen werden die Staats- und Regierungschefs aller 32 Nato-Mitgliedstaaten erwartet.
Ermittlungen dauern an
Die türkischen Behörden werfen den Betroffenen Verbindungen zu verbotenen Organisationen vor.
Menschenrechtsgruppen fordern dagegen Transparenz bei den Ermittlungen und rechtsstaatliche Verfahren.






