Autokorsos, Feuerwerk, Jubel in Pristina:
Albin Kurti feiert mit seiner Bewegung Vetevendosje einen historischen Wahlsieg.
Doch der neue Premier weiss: Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit.
Klare Mehrheit für Kurti – zum zweiten Mal
Bei der vorgezogenen Neuwahl im Kosovo hat Vetevendosje – zu Deutsch: Selbstbestimmung – mit 49,4 % der Stimmen einen klaren Sieg eingefahren.
Damit sichert sich die sozialdemokratische Bewegung von Premier Albin Kurti fast die Hälfte der Sitze im 120-köpfigen Parlament. Zusammen mit Minderheitenparteien dürfte eine Regierungsmehrheit möglich sein.
Es war bereits der zweite Wahlgang in diesem Jahr – die erste Wahl im Februar konnte keine stabile Koalition hervorbringen.
Ein Premier mit Rückenwind
Albin Kurti, 50 Jahre alt, hatte zuvor praktisch im Alleingang regiert – ohne klare Koalitionsmehrheit.
Jetzt steht ihm die politische Bühne weit offen.
Nach der Verkündung des Wahlergebnisses sagte Kurti:
„Nach fairen, demokratischen und freien Wahlen sind wir heute noch siegreicher als im Februar.“
Seine Unterstützer feierten ausgelassen mit:
hupende Autokorsos in Pristina
Feuerwerksraketen über der Hauptstadt
spontane Menschenversammlungen
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Wer wie viel bekam – das Endergebnis
Laut der staatlichen Wahlkommission ergab sich folgendes Bild:
| Partei | Stimmenanteil |
|---|---|
| Vetevendosje (VV) | 49,4 % |
| Demokratische Partei (PDK) | 21 % |
| Demokratische Liga (LDK) | 13,6 % |
| Allianz für die Zukunft (AAK) | 5,7 % |
Hinzu kommen reservierte Sitze im Parlament:
10 Mandate für die serbische Minderheit
10 Mandate für andere Volksgruppen (Bosniaken, Türken, Roma u. a.)
Die Wahlbeteiligung lag bei 45 %, etwas niedriger als im Februar (46,6 %).
Ein Mandat für Reformen
Kurti liess keinen Zweifel daran, dass er das klare Mandat nutzen will:
„Die bisher geleistete gute Arbeit muss fortgesetzt werden.“
Beobachter rechnen mit:
Justizreformen
einer stärkeren Bekämpfung von Korruption
neuen Impulsen im Dialog mit Serbien
und einer konsolidierten Aussenpolitik Richtung EU
Albin Kurti steht vor einer echten Chance, sein Land neu zu prägen.
Aber: Mit der Mehrheit kommt auch die Verantwortung.






