Westliche Partner beraten über Sicherung der Meerenge
Unter starkem wirtschaftlichem Druck durch die Blockade der Strasse von Hormus kommen heute in Paris mehrere westliche Staaten zu Beratungen zusammen. Ziel ist ein multinationaler Plan zur Sicherung der strategisch wichtigsten Meerenge der Welt – allerdings erst für die Zeit nach dem Iran-Krieg.
Initiiert wurde das Treffen von Emmanuel Macron und Keir Starmer. Auch Friedrich Merz sowie Giorgia Meloni werden erwartet, weitere Partner sind per Video zugeschaltet.
Eine zentrale Bedingung für eine mögliche Militärmission ist eine Waffenruhe. Ein Einsatz während laufender Kampfhandlungen kommt für Deutschland nicht infrage.
Warum die Strasse von Hormus so entscheidend ist
Die nur rund 55 Kilometer breite Strasse von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem offenen Meer. Ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Gaslieferungen passiert diese Engstelle.
Derzeit blockiert das US-Militär die Passage für iranische Tanker. Gleichzeitig sorgt die Bedrohung durch mögliche Seeminen und Angriffe für extreme Unsicherheit im internationalen Schiffsverkehr.
Laut GMX wird in Paris konkret darüber beraten, wie nach dem Ende der Kampfhandlungen eine sichere Passage für den globalen Energie- und Warenfluss wiederhergestellt werden kann.
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Deutscher Beitrag: Minenjagd und Luftaufklärung
Merz will bei dem Treffen ein konkretes Angebot der Bundeswehr vorlegen:
- Minenjagdboote
- ein Versorgungsschiff
- Luftaufklärung mit Seefernaufklärern vom Typ P-8 Poseidon
- Steuerung über eine Relaisstation in Dschibuti
Fregatten stehen nicht zur Verfügung, da deutsche Kriegsschiffe stark in Nato-Einsätze im Nordatlantik eingebunden sind.
Wie gefährlich ist die Lage aktuell?
Sicherheitsforscher gehen davon aus, dass sich mehrere Dutzend Seeminen in der Meerenge befinden könnten. Bestätigt ist das offiziell nicht, doch allein die Möglichkeit reicht aus, um Reedereien von der Passage abzuhalten.
Mehr als 2.000 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten sitzen seit Wochen im Persischen Golf fest. Versicherungen sind zwar möglich – aber zu massiv erhöhten Prämien.
Experten betonen, dass die Meerenge erst dann wieder als «offen» gelten kann, wenn Versicherer normale Tarife anbieten. Das sei nur möglich, wenn die Bedrohung nachweislich und dauerhaft beseitigt ist.
Minenräumung ist äusserst komplex
Das Räumen von Seeminen zählt zu den schwierigsten militärischen Aufgaben überhaupt. Die genaue Lage möglicher Minen ist unbekannt. Selbst kleinste Sprengkörper können Tanker oder Frachtschiffe schwer beschädigen.
Die britische Denkfabrik Royal United Services Institute weist darauf hin, dass diplomatische Ankündigungen allein nicht ausreichen werden. Erst eine real nachweisbare Sicherheitslage wird die Schifffahrt normalisieren.






