Steigen deine Prämien 2026 stärker als gedacht?
Im Wallis müssen alle Versicherten ab 2026 tiefer in die Tasche greifen.
Die Krankenkassenprämien steigen deutlich – stärker als im Schweizer Durchschnitt.
Doch was bedeutet das konkret für Erwachsene, junge Erwachsene und Kinder?
Und wie kannst du dich vor der Kostenfalle schützen?
Wie stark steigen die Prämien wirklich?
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet für 2026 einen durchschnittlichen Anstieg von 4.4 % in der ganzen Schweiz.
Im Wallis fällt die Erhöhung noch deutlicher aus – +5.9 % bzw. +21 Franken pro Monat.
Durchschnittsprämien 2026 im Wallis:
Erwachsene: CHF 439 (+24 CHF, +5.8 %)
Junge Erwachsene (19–25): CHF 303 (+13 CHF, +4.6 %)
Kinder (0–18): CHF 112 (+7 CHF, +6.5 %)
Trotz der Erhöhung bleiben die Prämien im Wallis weiterhin die günstigsten der Westschweiz.
Warum steigen die Prämien so stark?
Mehrere Gründe treiben die Kosten in die Höhe:
Alternde Bevölkerung: Im Wallis sind 21 % über 65 Jahre alt (CH-Schnitt: 19.5 %).
Medizinischer Fortschritt: Neue Technologien und Behandlungen erhöhen die Kosten.
Pflegebedarf: Besonders stark steigen die Kosten bei der Pflege zu Hause und in Heimen (+9.5 %).
Allein 2024 stiegen die Gesundheitskosten im Wallis um 6 %, im Schweizer Schnitt um 4.8 %.
Entlastung durch Subventionen
Der Kanton hat für 2026 275.3 Mio. Franken im Budget reserviert.
Damit sollen über 90’000 Versicherte (23 % der Bevölkerung) unterstützt werden.
Dank des Bundesbeitrags sind das 7.4 Mio. mehr als 2025.
Was können Versicherte tun?
Viele haben noch Spielraum, um mehrere Hundert Franken pro Jahr zu sparen:
Krankenkasse wechseln: Wer zur günstigsten wechselt, spart bis zu 100 CHF/Monat.
Versicherungsmodell ändern (Hausarzt, HMO, Telmed).
Franchise anpassen – je nach Gesundheitszustand.
Prämien vergleichen auf priminfo.admin.ch.
Wichtig: Kündigung oder Wechsel müssen bis 30. November 2025 beim Versicherer eingehen.
Was tut der Staat?
Das Wallis bremst die Kosten mit Massnahmen wie:
Zulassungsstopp für neue Ärzte
Planung der Spital- und Langzeitpflege
Regulierung medizinisch-technischer Geräte
Förderung von Prävention und Gesundheitsprogrammen
Trotzdem bleibt der Handlungsspielraum der Kantone beschränkt – echte Reformen auf Bundesebene sind dringend nötig.
Fazit: Jetzt handeln, um nicht draufzuzahlen
Die Krankenkassenprämien steigen 2026 deutlich – besonders im Wallis.
Doch Versicherte sind nicht wehrlos: Vergleichen und Wechseln lohnt sich wie selten zuvor.







