Die viel diskutierte Abseits-Revolution rückt näher.
Die FIFA testet in Kanada eine neue Regelauslegung, die für mehr Tore und weniger Millimeter-Entscheidungen sorgen soll.
Testlauf in Kanada
In Zusammenarbeit mit der Canadian Premier League startet die Liga zum Saisonbeginn am 4. April einen offiziellen Test zum sogenannten «Tageslicht-Abseits».
FIFA-Direktor Arsène Wenger bezeichnete das Projekt als wichtigen Schritt: Man wolle in einem professionellen Wettbewerb prüfen, wie sich die neue Auslegung auf Spieltempo, Klarheit und Offensivaktionen auswirke.
Was bedeutet «Tageslicht-Abseits»?
Der neue Ansatz sieht vor:
- Ein Spieler ist nicht im Abseits, wenn sich noch ein Körperteil, mit dem ein Tor erzielt werden darf (z. B. der hintere Fuss), auf einer Linie mit dem vorletzten Verteidiger befindet.
- Abseits liegt nur dann vor, wenn eine sichtbare Lücke («Tageslicht») zwischen Angreifer und Verteidiger besteht.
Damit sollen die zuletzt stark kritisierten Millimeter-Entscheide durch halbautomatische Abseitstechnologie entschärft werden.
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IFAB beobachtet die Tests genau
FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte eine Anpassung der Abseitsregel mehrfach angeregt, um den Fussball «offensiver und attraktiver» zu machen.
Die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) entschieden an ihrer Sitzung im Februar, die laufenden Tests weiterzuführen, bevor über eine weltweite Einführung entschieden wird.
Auch Challenge-System wird getestet
Zusätzlich testet die Liga ein neues Challenge-System als Ergänzung zum VAR:
- Trainer erhalten eine begrenzte Anzahl an Überprüfungsanträgen
- Nicht jede Szene wird automatisch überprüft
- Tore werden weiterhin standardmässig vom Vierten Offiziellen kontrolliert







