Kleine und mittlere Unternehmen investieren zunehmend in leistungsfähigere IT-Geräte. Eine Analyse von Context zeigt, dass Business-Notebooks im Fachhandelskanal deutlich höhere Preise erzielen als Geräte im Privatkundengeschäft. Für IT-Händler entsteht dadurch ein wachsender Markt mit höheren Margen.
Europäische KMU verändern ihr Einkaufsverhalten bei IT-Hardware. Laut dem Marktforschungsunternehmen Context behandeln Unternehmen Computer und Notebooks zunehmend als strategische Investitionen und greifen häufiger zu höherwertigen Business-Geräten.
Für IT-Händler eröffnet sich dadurch ein attraktives Geschäftsfeld. Wer KMU weiterhin wie Privatkunden anspricht, könnte laut Context wichtige Wachstumschancen verpassen.
Business-Notebooks deutlich teurer als Geräte für Privatkunden
Die Unterschiede zwischen Privat- und Geschäftskunden zeigen sich besonders bei Notebooks. Im ersten Halbjahr 2026 lag der durchschnittliche Verkaufspreis im europäischen Fachhandelskanal für Geschäftskunden (Small and Medium Reseller, SMR) bei 835 Euro.
Im klassischen Einzelhandel wurden dagegen durchschnittlich 663 Euro pro Notebook erzielt. Damit waren Business-Geräte im Schnitt rund 26 Prozent teurer.
Die Preisdifferenz nahm im Verlauf des ersten Halbjahres weiter zu. Während der Aufpreis im Januar noch bei 16,6 Prozent lag, stieg er bis Juni auf fast 34 Prozent.
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Sicherheit und Künstliche Intelligenz treiben Nachfrage
KMU investieren laut Context gezielter in Geräte mit erweiterten Funktionen. Besonders gefragt sind Notebooks mit höheren Sicherheitsstandards, Compliance-Funktionen sowie leistungsfähige Systeme für hybride Arbeitsmodelle.
Auch KI-fähige Computer gewinnen an Bedeutung. Unternehmen suchen zunehmend nach Geräten, die für moderne Softwarelösungen und automatisierte Arbeitsprozesse geeignet sind.
Gleichzeitig verlängern viele Unternehmen die Nutzungsdauer ihrer Hardware. Dadurch steigt die Nachfrage nach langlebigen Geräten sowie zusätzlichen Dienstleistungen rund um Wartung, Verwaltung und Lifecycle-Management.
Händler richten Angebote stärker auf Unternehmen aus
Context empfiehlt IT-Händlern, ihre Strategien stärker auf Geschäftskunden auszurichten. Dienstleistungen und persönliche Betreuung könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.
Als Beispiel nennt das Marktforschungsunternehmen den britischen Elektronikhändler Currys plc, der sein Geschäft mit Firmenkunden ausbauen möchte. Dazu gehören unter anderem spezielle Business-Angebote, flexible Zahlungsmodelle und Technologie-Leasing.
Der Trend zeigt: KMU sind zunehmend bereit, für zuverlässige und sichere IT-Infrastruktur mehr zu bezahlen. Für Händler entsteht damit ein Markt, der über den klassischen Verkauf von Geräten hinausgeht.






