Die Zahlen sind eindeutig – und beunruhigend.
Neue Klimaprognosen zeigen: 2026 könnte fast so heiss werden wie das bisherige Rekordjahr. Und die Folgen gehen weit über steigende Temperaturen hinaus.
Prognose: 2026 nahe an der 1,5-Grad-Marke
Meteorologen des britischen Wetterdienstes Met Office haben berechnet, wie warm das globale Mittel im Jahr 2026 ausfallen könnte. Demnach wird eine Erwärmung von rund 1,46 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau erwartet – nur knapp unter der kritischen 1,5-Grad-Grenze.
Sollte sich diese Prognose bestätigen, wäre 2026 das zweitheisseste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, wie gmx.ch berichtet. Bereits 2025 ging als drittwärmstes Jahr in die Statistik ein. Die elf wärmsten Jahre wurden allesamt in den vergangenen elf Jahren gemessen.
Der US-Klimaforscher Zeke Hausfather rechnet für 2026 sogar mit 1,41 Grad – blickt aber noch weiter voraus: Für 2027 prognostiziert er mit 1,57 Grad einen neuen Rekordwert.
CO₂-Kosten fast doppelt so hoch wie gedacht
Neben den Temperaturprognosen sorgt eine neue Studie im Fachjournal Nature Climate Change für Aufsehen. Erstmals wurden dabei die Schäden an den Ozeanen systematisch in die Berechnung der sogenannten sozialen Kosten von CO₂ einbezogen.
Das Ergebnis ist drastisch:
massive Schäden an Korallenriffen und Mangroven
schrumpfende Fischbestände
Verluste ökologischer und natürlicher Werte
Der wirtschaftliche Schaden pro ausgestossener Tonne CO₂ steigt dadurch rechnerisch von 51 auf 97,2 US-Dollar – ein Plus von 91 Prozent. Für das Jahr 2024 ergeben sich so zusätzliche, bislang nicht berücksichtigte Kosten von rund zwei Billionen US-Dollar.
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Mehr Regen – trotzdem mehr Dürren
Eine weitere Studie aus dem Fachjournal Nature Geoscience zeigt ein scheinbares Paradox: Dürren nehmen zu, obwohl der Niederschlag steigt. Besonders betroffen sind West- und Mitteleuropa.
Entscheidend ist der Zustand der Böden im Frühjahr. Sind sie zu trocken, steigt das Risiko für Sommerdürre deutlich. Höhere Temperaturen verschärfen das Problem zusätzlich, da Wasser schneller verdunstet – selbst nach Starkregen.
Für die Landwirtschaft bedeutet das:
höhere Ernteausfälle
stärkere Hitzeschäden
mehr Schädlingsbefall
Deutschland vor teurer Wasserkrise
Auch Deutschland steuert laut dem Naturschutzbund (Nabu) auf erhebliche Probleme zu. Seit dem Jahr 2000 seien die Wasserreserven um rund 60 Milliarden Kubikmeter geschrumpft – etwa das Volumen des Bodensees.
Bleibt ein Kurswechsel aus, könnten die wirtschaftlichen Schäden in den nächsten 25 Jahren auf 500 bis 625 Milliarden Euro anwachsen. Ursachen sind unter anderem:
versiegelte Böden
intensive Landwirtschaft
Verlust natürlicher Speicherflächen










