Ein Kleinkind hat am 6. August auf einem Flug von Victoria nach Toronto für einen ungewöhnlichen Zwischenfall gesorgt. Die Maschine von Porter Airlines war bereits auf dem Weg zur Startbahn, als das Kind nicht angeschnallt werden konnte. Weil ein sicherer Start unter diesen Bedingungen nicht möglich war, kehrte die Crew zum Terminal zurück. Der Flug wurde später gestrichen.
Crew kann Kleinkind nicht anschnallen
Der Flug PD444 der kanadischen Airline Porter Airlines sollte am Abend vom Victoria International Airport in British Columbia nach Toronto fliegen. Die Maschine hatte das Terminal bereits verlassen und befand sich auf dem Weg zur Startbahn.
Dabei bemerkten Crew-Mitglieder, dass das Kleinkind in seinem Sitz stand und sich weigerte, den Sicherheitsgurt anzulegen. Sowohl das begleitende Elternteil als auch die Besatzung versuchten nach Angaben der Fluggesellschaft, die Situation zu lösen. Die Versuche blieben jedoch erfolglos.
Laut GMX, das sich auf Berichte der «New York Post» und weitere Medienangaben stützt, entschied die Besatzung deshalb, zum Terminal zurückzukehren. Ein Start sei unter den gegebenen Sicherheitsbedingungen nicht möglich gewesen.
Flug wegen Sperrzeit gestrichen
Nach der Rückkehr mussten sämtliche Passagiere das Flugzeug verlassen. Zusätzlich waren weitere Abfertigungsschritte notwendig, darunter das Entladen des Gepäcks der betroffenen Familie sowie die Organisation eines neuen Flugplans.
Die zusätzlichen Arbeiten dauerten so lange, dass der ursprünglich geplante Neustart nicht mehr möglich war. Am Flughafen Victoria gilt eine nächtliche Startbeschränkung. Nachdem diese um 0.30 Uhr erreicht worden war, musste der Flug vollständig gestrichen werden.
Für die übrigen Passagiere bedeutete dies eine ungeplante Übernachtung in Victoria. Die Reise konnte erst am folgenden Tag fortgesetzt werden.
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Ersatzflug erreicht Toronto am nächsten Morgen
Nach Angaben des Flugverfolgungsdienstes FlightAware startete die Ersatzmaschine am folgenden Abend um 22.49 Uhr Ortszeit in Victoria. Sie landete am nächsten Morgen um 6.16 Uhr in Toronto.
Porter Airlines entschuldigte sich bei den betroffenen Passagieren für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Die Airline erklärte gegenüber «People», man bedauere die Auswirkungen des Vorfalls auf die anderen Reisenden.
Das genaue Alter des Kindes wurde nicht öffentlich bekannt gegeben. Auch die Familie wurde bislang nicht identifiziert.
Sicherheitsregeln für Kinder im Flugzeug
Bei Porter Airlines gelten für Kinder unter zwei Jahren mit eigenem Sitzplatz besondere Vorgaben für die Sicherung während des Fluges. Je nach Situation muss ein zugelassenes Kinderrückhaltesystem verwendet werden.
Auch die kanadische Verkehrsbehörde Transport Canada empfiehlt die Verwendung geeigneter Kinderrückhaltesysteme während des gesamten Fluges. Diese sollen Kinder insbesondere bei unerwarteten Turbulenzen und anderen abrupten Bewegungen schützen.
Der Vorfall zeigt zugleich, dass ein Flugzeug nicht starten kann, solange grundlegende Sicherheitsanforderungen nicht erfüllt sind. In diesem Fall führte die nicht mögliche Sicherung des Kindes letztlich dazu, dass der gesamte Flug gestrichen werden musste.






