Kurz vor einem wichtigen Parteitag zieht Kim Jong-un die Reissleine.
In Nordkorea sorgt eine überraschende Personalentscheidung für Aufmerksamkeit.
Entlassung während Besuch eines Industrieprojekts
Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat Vizepremier Yang Sung-ho überraschend und offenbar ohne öffentliche Ankündigung entlassen. Der Schritt erfolgte während eines Besuchs eines Modernisierungsprojekts im Maschinenbauwerk Ryongsong – nur kurz vor einem bedeutenden Parteitag der Arbeiterpartei.
Laut ansa.it berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA, das Projekt sei auf erhebliche Schwierigkeiten gestossen und habe zu grossen wirtschaftlichen Verlusten geführt. Die Verantwortung dafür sei der bisherigen Führung zugeschrieben worden.
Kritik an „Defätismus und Verantwortungslosigkeit“
In ungewöhnlich scharfer Wortwahl distanzierte sich die nordkoreanische Führung von Funktionären, denen mangelnder Reformwille vorgeworfen wird. KCNA zitierte Kim Jong-un mit der Aussage, man müsse mit der alten Praxis brechen, Hoffnung auf Personen zu setzen, die an Defätismus, Passivität und Verantwortungslosigkeit gewöhnt seien.
Die Entlassung wird als Signal verstanden, dass wirtschaftliche Versäumnisse künftig härter geahndet werden sollen.
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Politisches Signal vor Parteitag
Der Zeitpunkt der Entscheidung ist brisant. Kurz vor dem Parteitag der Arbeiterpartei gilt die Absetzung eines hochrangigen Regierungsmitglieds als klares Machtzeichen.
Beobachter werten den Schritt als Versuch, Disziplin durchzusetzen und den Reformdruck innerhalb der Führungsspitze zu erhöhen – insbesondere im Industriesektor, der für Nordkoreas Wirtschaft von zentraler Bedeutung ist.










