Ein neuer Tag des Krieges, ein neues politisches Erdbeben.
Während russische Raketen erneut Kiew treffen und mehrere Menschen töten, tauchen Berichte über geheime Gespräche und einen neuen 19-Punkte-Friedensplan auf.
Gleichzeitig streitet Europa über eingefrorene russische Gelder.
Angriffe auf Kiew – mindestens sieben Tote
Russische Raketen treffen die Hauptstadt
Die Zahl der Todesopfer nach den neuen russischen Angriffen in Kiew ist auf sieben gestiegen.
Mindestens 20 weitere Menschen wurden verletzt.
Laut ansa.it Bürgermeister Vitali Klitschko via Telegram, dass mehrere Verletzte – darunter ein Kind – im Spital liegen.
Drohnen stürzen in Moldawien ab – Bewohner evakuiert
Eine russische Drohne stürzte in Moldawien ab, Menschen mussten evakuiert werden.
Auch in Rumänien sollen Trümmer gelandet sein.
Präsident Selenskyj spricht von „22 russischen Raketen und Drohnen, die sogar den NATO-Raum streiften“.
Politisches Beben: Verwirrung um US-russische Gespräche
Medien: Gespräche in Abu Dhabi
Mehrere Medien berichten von US-russischen Kontakten in Abu Dhabi über mögliche Eckpunkte eines Ukraine-Plans.
Offiziell bestätigt ist das nicht.
Kreml dementiert Kenntnis eines 19-Punkte-Plans
Moskau zeigt sich überrascht:
„Wir wissen nichts davon“, heisst es aus dem Kreml.
Lawrow: Anchorage-Abkommen „nicht verhandelbar“
Lawrow stellt Bedingungen klar
Russlands Aussenminister Sergej Lawrow sagt, eine Streichung des sogenannten Anchorage-Abkommens aus Trumps Friedensvorschlag sei „unacceptable“.
Er verweist auf das Treffen Trumps und Putins im August.
Laut Lawrow:
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Der ursprüngliche 28-Punkte-Plan sei der einzige, der Moskau vorliege
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Russland warte auf eine neue, abgestimmte Fassung
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Europa habe seit 2014 „jede Chance zur Befriedung verpasst“
EU-Streit: Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte
Die Diskussion über die Beschlagnahmung oder Nutzung russischer Vermögenswerte ist wieder entfacht.
Belgien äussert weiterhin Vorbehalte.
Die EU fordert grundsätzlich:
„Nichts über die EU ohne die EU.“
Der neue 19-Punkte-Plan – die wichtigsten Punkte
Laut Reuters-Entwurf (Kernaussagen)
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Gebietskonflikte sollen entlang der aktuellen Kontaktlinie verhandelt werden
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Die Ukraine verpflichtet sich, territoriale Rückeroberungen mit militärischen Mitteln zu stoppen
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NATO-Beitritt bleibt möglich, hängt aber vom Konsens der Mitglieder ab
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Ukrainische Armee soll künftig auf 800’000 Soldaten begrenzt werden
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Wahlen sollen „so bald wie möglich“ nach Unterzeichnung stattfinden
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Keine Reduktion der russischen Streitkräfte vorgesehen
Der Plan ist in mehreren Versionen im Umlauf.
Einige Unterschiede zwischen europäischen, amerikanischen und britischen Varianten sorgen für politische Spannungen.
Der Krieg geht unvermindert weiter – und gleichzeitig wird hinter den Kulissen intensiv über die Zukunft Europas und der Ukraine verhandelt.










