Ein Durchbruch aus der Schweiz
Für viele Parkinson-Betroffene gehören Gangstörungen zu den belastendsten Symptomen der Krankheit. Selbst einfache Bewegungen können im Alltag zur Herausforderung werden.
Nun haben Forschende aus Lausanne eine Technologie entwickelt, die die Hirnstimulation in Echtzeit an die Bewegungen der Patienten anpasst – und damit neue Hoffnung weckt.
Wie die neue Therapie funktioniert
Die sogenannte tiefe Hirnstimulation wird bereits seit mehr als 30 Jahren eingesetzt, um Symptome wie Zittern oder Muskelsteifheit zu lindern.
Das neue System geht jedoch einen Schritt weiter: Mithilfe von künstlicher Intelligenz erkennt es unterschiedliche Bewegungszustände und passt die elektrische Stimulation automatisch an.
Laut myscience.ch wurde der neue Ansatz von Forschenden der EPFL und des CHUV entwickelt und in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht.
Anpassung an den Alltag
Die Technologie kann verschiedene Alltagssituationen erkennen:
- Gehen
- Stehen
- Drehen
- Treppensteigen
- Aufstehen
Anschliessend wird die Stimulation innerhalb weniger Sekunden angepasst, um die jeweilige Bewegung optimal zu unterstützen.
Dadurch sollen sich Bewegungen natürlicher und sicherer anfühlen.
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KI analysiert Gehirnsignale
Für die Entwicklung werteten die Forschenden Daten von 40 Parkinson-Patientinnen und -Patienten aus.
Die künstliche Intelligenz lernte dabei, sogenannte neuronale Biomarker zu erkennen. Diese Signale ermöglichen Vorhersagen darüber, welche Bewegungen eine Person gerade ausführt oder als Nächstes ausführen möchte.
Auf dieser Grundlage kann das System die Therapie in Echtzeit anpassen.
Chancen für die Zukunft
Die Forschenden sehen grosses Potenzial in der neuen Methode.
Besonders Menschen mit schweren Gangstörungen könnten künftig von einer intelligenteren Form der Hirnstimulation profitieren.
Geplant sind bereits weitere Studien, um die langfristigen Auswirkungen zu untersuchen und die Technologie bei grösseren Patientengruppen zu testen.






