Der US-Chiphersteller Intel profitiert zunehmend vom weltweiten Ausbau von KI-Rechenzentren. Im vergangenen Quartal übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Wall Street deutlich. Umsatz und bereinigter Gewinn legten kräftig zu, während der Ausblick ebenfalls positiv ausfiel.
Starke Nachfrage nach KI-Chips stärkt das Geschäft
Nach mehreren schwierigen Jahren verzeichnet Intel wieder ein deutliches Wachstum. Der Chipkonzern steigerte seinen Quartalsumsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 25 Prozent auf 16,1 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich.
Auch beim bereinigten Gewinn fiel das Ergebnis besser aus als prognostiziert. Intel erzielte 42 US-Cent Gewinn je Aktie und lag damit klar über den Schätzungen der Wall Street.
Laut GMX profitiert das Unternehmen zunehmend von der hohen Nachfrage nach Halbleitern für den Ausbau von Rechenzentren, die für Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz benötigt werden.
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Hoher Verlust durch Sondereffekt
Trotz der starken operativen Entwicklung weist Intel unter dem Strich einen Verlust von rund elf Milliarden US-Dollar aus. Dieser ist jedoch auf eine buchhalterische Wertberichtigung im Zusammenhang mit Aktien zurückzuführen, die im Rahmen staatlicher Förderprogramme an die US-Regierung übertragen werden sollen.
Auch der Ausblick für das laufende Quartal fiel besser aus als von Analysten erwartet. Die Anleger reagierten positiv: Die Intel-Aktie legte im nachbörslichen Handel zeitweise um rund zwölf Prozent zu.
Umbau des Konzerns geht weiter
Seit Anfang 2025 führt Lip-Bu Tan den Chipkonzern und treibt den Umbau des Unternehmens voran. Neben umfangreichen Kostensenkungen wurde unter anderem das geplante Werk im deutschen Magdeburg gestrichen.
Intel will sich künftig stärker als Auftragsfertiger für andere Chipentwickler positionieren und gleichzeitig vom anhaltenden KI-Boom profitieren. Während Marktführer Nvidia den Bereich leistungsstarker KI-Chips dominiert, konzentrieren sich Intel und Konkurrent AMD zunehmend auf ergänzende Infrastruktur für Rechenzentren.
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