Ein überraschender Schritt eines der polarisierendsten Künstler der Gegenwart.
Kanye West sucht öffentlich um Vergebung – und spricht offen über seine Krankheit.
Seine Worte sind ungewöhnlich selbstkritisch.
Öffentliche Entschuldigung in US-Zeitung
Der Rapper Kanye West, der sich inzwischen Ye nennt, hat sich mit einer ganzseitigen Anzeige im Wall Street Journal für seine antisemitischen Äusserungen entschuldigt. In dem offenen Brief richtet er sich an alle Menschen, die er mit seinem Verhalten verletzt hat.
Laut gmx.ch macht West eine nicht erkannte Hirnverletzung sowie seine bipolare Störung für sein jahrelanges Verhalten verantwortlich.
Der Musiker beschreibt sich selbst als „psychotisch, paranoid und impulsiv“.
Unfall mit langfristigen Folgen
West erklärt, ein schwerer Autounfall im Jahr 2002 habe nicht nur seinen Kiefer gebrochen, sondern auch den rechten Frontallappen seines Gehirns verletzt. Diese Verletzung sei damals nicht diagnostiziert worden.
Erst im Jahr 2023 sei der Schaden erkannt worden. West glaubt, dass diese Verletzung wesentlich zur Entwicklung seiner bipolaren Störung Typ 1 beigetragen habe, die bereits 2016 offiziell festgestellt wurde.
„Ich habe den Bezug zur Realität verloren“
Offene Worte über Krankheit und Kontrollverlust
In seinem Statement beschreibt West eindrücklich die Auswirkungen seiner Erkrankung. Eine bipolare Störung gehe oft mit Verleugnung einher – besonders in manischen Phasen.
Er räumt ein, den Kontakt zur Realität verloren zu haben und Menschen, die ihm am nächsten standen, besonders verletzt zu haben.
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Reue für antisemitische Aussagen
Besonders deutlich äussert sich West zu seinen antisemitischen Aussagen und Symbolen. Er beschreibt, wie er sich in seinem psychischen Ausnahmezustand bewusst zum „zerstörerischsten Symbol“ hingezogen fühlte und sogar T-Shirts mit Hakenkreuzen verkaufte.
Er betont klar:
Er sei kein Antisemit
Er liebe jüdische Menschen
Seine Aussagen seien durch Krankheit entstanden, aber nicht entschuldbar
Auch bei der Schwarzen Community entschuldigt er sich ausdrücklich.
Hilfe, Therapie und Neuanfang
West enthüllt, dass er Anfang 2025 in eine viermonatige manische Phase geraten sei, die sein Leben massiv beeinträchtigt habe. Seine Ehefrau Bianca Censori habe ihn schliesslich dazu bewegt, Hilfe anzunehmen.
Heute spricht er von:
medikamentöser Behandlung
Therapie
Bewegung und Struktur
einem bewussteren Lebensstil
Er wolle seine Energie künftig wieder in Kunst, Design und positive Projekte lenken.










