Seit dem Inkrafttreten des absoluten Feuerverbots am 17. Juli 2026 hat die Kantonspolizei St.Gallen rund 40 Verstösse festgestellt. Mehrere Feuer im Freien führten zu Flur- oder Mottbränden. Die Behörden warnen weiterhin vor der hohen Brandgefahr in Wäldern und auf trockenen Flächen.
Polizei ahndet Verstösse gegen Feuerverbot
Im gesamten Kanton St.Gallen gilt seit Freitag, 17. Juli 2026, ein absolutes Feuerverbot. Dieses untersagt jegliches Entfachen von Feuer im Freien – auch auf privaten Grundstücken und in Gärten.
Seit Inkrafttreten des Verbots stellte die Kantonspolizei St.Gallen rund 40 Verstösse fest. Dabei wurden unter anderem offene Feuer, Feuerstellen im Wald sowie die Nutzung von Holzkohlegrills oder Feuerschalen festgestellt.
Die fehlbaren Personen wurden je nach Situation ermahnt oder bei der zuständigen Staatsanwaltschaft angezeigt. Bei einer Missachtung des Verbots können Bussen ausgesprochen werden.

Mehrere Brände wegen Missachtung der Vorschriften
Trotz einzelner Niederschläge bleibt die Brandgefahr im Kanton St.Gallen hoch. Die Böden und Wälder sind weiterhin sehr trocken. Bereits kleine Funken können Flur- oder Waldbrände auslösen.
In Niederuzwil geriet ein Feuer im Wald ausser Kontrolle. Die Feuerwehr musste ausrücken, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die 47-jährige Verursacherin wurde angezeigt.
Auch in Schmerikon, Kirchberg und Uznach kam es zu weiteren Einsätzen. In Schmerikon entstand ein Flurbrand, nachdem ein Feuer zuvor nicht vollständig gelöscht worden war. In Uznach geriet aus bislang unbekannten Gründen ein Baumstrunk in Brand.
In Kirchberg entzündete ein Mann geschnittenes Gras, wodurch sich der Boden entzündete. Auch in diesem Fall wurde eine Anzeige eingereicht.
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Kontrollen werden weitergeführt
Die Kantonspolizei St.Gallen kontrolliert die Einhaltung des Feuerverbots im Rahmen der normalen Patrouillentätigkeit sowie nach entsprechenden Meldungen aus der Bevölkerung.
Das Ziel der Massnahmen ist die Verhinderung von Wald- und Flächenbränden sowie der Schutz von Menschen, Tieren und Natur. Bei Uneinsichtigkeit will die Polizei weiterhin konsequent einschreiten.

Regen allein reicht nicht gegen Trockenheit
Trotz Gewittern bleibt die Trockenheit in vielen Gebieten ein Problem. Nach längeren Trockenperioden können Böden wasserabweisend werden, wodurch Niederschläge weniger gut aufgenommen werden.
Fällt innerhalb kurzer Zeit viel Regen, fliesst ein Teil des Wassers oberflächlich ab, während tiefere Bodenschichten weiterhin trocken bleiben. Für eine nachhaltige Entspannung braucht es regelmässigen und länger anhaltenden Regen.
Entscheidend ist nicht nur die Menge des Niederschlags, sondern auch die Dauer und Intensität. Eine Wetterlage mit ausreichend lang andauerndem Regen ist derzeit jedoch nicht absehbar.






