Die Kantonspolizei Schwyz warnt vor sogenannten «Choking Challenges», «Blackout Challenges» und Würgespielen unter Kindern und Jugendlichen. Im Kanton sind bereits mehrere Vorfälle bekannt. Die Polizei weist auf die erheblichen gesundheitlichen Gefahren hin und appelliert an Jugendliche, bei solchen Mutproben nicht mitzumachen.
Mehrere Vorfälle im Kanton Schwyz bekannt
Bei sogenannten «Choking Challenges» wird durch Würgen oder Druck auf den Hals die Sauerstoffversorgung des Gehirns beeinträchtigt. Häufig geht es darum, einen kurzen «Kick» oder eine Bewusstlosigkeit herbeizuführen.
Was von Jugendlichen möglicherweise als Mutprobe oder Spass verstanden wird, kann laut Kantonspolizei Schwyz innerhalb kürzester Zeit lebensgefährlich werden. Durch den Druck auf den Hals können wichtige Blutgefässe und die Atemwege verletzt werden.
Eine Bewusstlosigkeit kann zudem dazu führen, dass das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Auch ein unkontrollierter Sturz nach einer Bewusstlosigkeit kann schwere Verletzungen verursachen. Die möglichen Folgen reichen von bleibenden gesundheitlichen Schäden bis zum Tod.
Die Kantonspolizei Schwyz rät deshalb dringend: Nicht mitmachen und andere nicht würgen – auch nicht zum Spass.
Polizei gibt Eltern konkrete Empfehlungen
Eltern und andere Bezugspersonen können nach Einschätzung der Polizei dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche die Gefahren solcher Internettrends erkennen. Sie sollten mit ihren Kindern über gefährliche Challenges sprechen und danach fragen, welche Trends aktuell in der Klasse oder im Freundeskreis kursieren.
Wichtig sei auch, Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, dass Würgen kein Spiel ist. Selbst wenn alle Beteiligten scheinbar einverstanden sind, könne eine Situation ausser Kontrolle geraten.
Die Polizei empfiehlt zudem, Kinder darin zu stärken, «Nein» zu sagen. Niemand müsse bei einer Challenge mitmachen, um in einer Gruppe dazuzugehören.
Veränderungen ernst nehmen
Eltern und Bezugspersonen sollten laut Kantonspolizei auch auf mögliche Anzeichen achten. Verletzungen am Hals, ungewöhnliche Hämatome oder Aussagen über Würgespiele sollten ernst genommen und angesprochen werden.
Auch der Umgang mit gefährlichen Challenges im Freundeskreis sollte thematisiert werden. Wer beobachtet, dass andere Jugendliche bei einem solchen Trend mitmachen, sollte die Situation verlassen, Hilfe holen und eine erwachsene Vertrauensperson informieren.
Bei einer akuten Gefahr gilt: sofort handeln und die Sanität über 144 oder die Polizei über 117 alarmieren.
«Hinschauen statt mitmachen»
Kinder und Jugendliche begegnen auf Social Media regelmässig neuen Challenges. Nicht alle Trends sind gefährlich, einige können jedoch erhebliche Risiken bergen.
Die Kantonspolizei Schwyz appelliert deshalb an Kinder und Jugendliche, sich nicht zu gefährlichen Mutproben überreden zu lassen. Sie sollen «Nein» sagen, hinschauen, wenn andere gefährdet werden, und Hilfe holen.
Die laufenden strafrechtlichen Abklärungen werden durch die 5. Abteilung der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, zuständig für Jugendstrafsachen, geführt.






