Die Kantonspolizei Jura warnt vor einer Masche, bei der insbesondere junge Erwachsene für den Abschluss von Fahrzeug-Leasingverträgen angeworben werden. Betroffenen werden mehrere hundert Franken pro Monat angeboten, wenn sie einen Vertrag auf ihren Namen abschliessen. Bislang sind den juranischen Behörden vier Fälle bekannt.
Bei der Vorgehensweise werden Personen angesprochen und dazu gebracht, einen Leasingvertrag für ein Fahrzeug auf ihren eigenen Namen abzuschliessen. Als Gegenleistung wird ihnen eine monatliche Zahlung von mehreren hundert Franken versprochen.
Nach der Unterzeichnung des Vertrags und der Übergabe des Fahrzeugs wird dieses anschliessend an Dritte weitergegeben. Nach Angaben der Kantonspolizei Jura können die Fahrzeuge danach die Schweiz rasch verlassen und beispielsweise für kriminelle Aktivitäten verwendet werden.
Leasingnehmer bleibt rechtlich verantwortlich
Für die Person, die den Leasingvertrag unterschreibt, kann die Vorgehensweise erhebliche Folgen haben. Sie bleibt rechtlich an den Vertrag und das Fahrzeug gebunden, auch wenn das Auto anschliessend von einer anderen Person genutzt wird.
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Mögliche Konsequenzen reichen von Bussen im Zusammenhang mit der Fahrzeugnutzung über finanzielle Forderungen der Leasinggesellschaft bis hin zu strafrechtlichen Folgen in schwerwiegenden Fällen. Zudem besteht das Risiko, dass ein Fahrzeug von den Behörden beschlagnahmt wird oder nicht mehr auffindbar ist.
Die Kantonspolizei Jura rät deshalb ausdrücklich davon ab, einen Leasingvertrag auf den eigenen Namen abzuschliessen, wenn das Fahrzeug anschliessend einer anderen Person überlassen werden soll. Besondere Vorsicht sei geboten, wenn jemand Geld dafür anbietet, den eigenen Namen zu «leihen», Dokumente zu unterschreiben oder ein Fahrzeug zu erwerben, das tatsächlich für eine andere Person bestimmt ist.
Polizei ermittelt in vier bekannten Fällen
Den juranischen Behörden wurden bislang vier entsprechende Fälle gemeldet. Die Kantonspolizei Jura führt ihre Ermittlungen weiter und warnt insbesondere junge Erwachsene vor solchen Angeboten.
Wer mit einem entsprechenden Angebot konfrontiert wird, sollte keine persönlichen Dokumente oder Vertragsunterlagen unterschreiben und sich bei Unsicherheit an die Polizei wenden.





