Lockangebote im Netz werden zur echten Gefahr
Sie wirken harmlos, schnell und verlockend – doch hinter vermeintlich einfachen Geldangeboten in sozialen Netzwerken steckt oft organisierte Kriminalität.
Die Kantonspolizei Freiburg warnt aktuell vor einer zunehmenden Rekrutierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen über Plattformen wie Snapchat, TikTok oder Telegram.
Wie Kriminelle junge Menschen ansprechen
Die Täter nutzen gezielt die Lebenswelt junger Menschen.
Über direkte Nachrichten, Storys oder Posts werden scheinbar einfache Jobs angeboten – oft mit dem Versprechen von schnellem Geld.
Typische Merkmale der Ansprache:
- freundliche, jugendnahe Sprache
- Emojis und Internet-Slang
- scheinbar harmlose „Nebenjobs“
- schnelle Verdienstmöglichkeiten
Doch die Realität sieht anders aus.
Was hinter den „Jobs“ wirklich steckt
Die angebotenen Tätigkeiten sind laut Polizei klar illegal. Dazu gehören unter anderem:
- Abholen von Kreditkarten oder Bargeld
- Abhebungen an Geldautomaten
- Teilnahme an Betrugsmaschen
- Weitergabe persönlicher Daten oder Ausweise
Die Hintermänner sitzen häufig im Ausland und steuern die Jugendlichen gezielt aus der Distanz.
Kontrolle und Druck durch Kriminelle
Sobald Jugendliche auf die Angebote eingehen, beginnt oft eine problematische Dynamik.
Die Kriminellen:
- sammeln persönliche Daten
- bauen psychologischen Druck auf
- geben klare Anweisungen
- kontrollieren Aufenthaltsorte und Handlungen
Die Betroffenen geraten zunehmend in Abhängigkeit.
Hohe Risiken für Jugendliche
Die Konsequenzen können schwerwiegend sein.
Wer sich auf solche Angebote einlässt, riskiert:
- Verhaftung oder Inhaftierung
- Hausdurchsuchungen
- Beschlagnahmung von Geräten
- Strafverfahren wegen Beihilfe zum Betrug
- Eintrag im Strafregister
- Rückzahlung der erbeuteten Gelder
Die Polizei betont zudem: Auch wer „nur hilft“, kann strafrechtlich voll verantwortlich gemacht werden.
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Empfehlungen der Polizei
Für Jugendliche:
- Misstrauisch bei schnellen Geldangeboten bleiben
- Keine Geld- oder Paketaufträge von Unbekannten annehmen
- Keine persönlichen Daten weitergeben
- Bei Unsicherheit mit Eltern oder Lehrpersonen sprechen
Für Eltern:
- Regelmässig über Online-Risiken sprechen
- Auf ungewöhnliche Geldflüsse achten
- Verdächtige Kontakte ernst nehmen
- Bei Bedarf Polizei kontaktieren
Ein wachsendes Problem in Europa
Die Kantonspolizei Freiburg weist darauf hin, dass dieses Phänomen nicht isoliert ist.
Auch in anderen europäischen Ländern werden ähnliche Rekrutierungsstrategien beobachtet. Besonders soziale Netzwerke bieten dafür einen einfachen Zugang zu jungen Zielgruppen.
Digitale Angebote können echte Gefahren bergen
Was wie ein schneller Nebenverdienst aussieht, kann für Jugendliche schwerwiegende rechtliche und persönliche Folgen haben.
Die Polizei ruft deshalb zu besonderer Vorsicht auf – und dazu, im Zweifel lieber einmal zu viel nachzufragen als zu wenig.






