Spätabends bebt plötzlich die Erde – und Tausende in der Bay Area spüren es sofort.
Ein leichtes Erdbeben hat San Ramon und mehrere Nachbarstädte aufgeweckt.
Was bisher über das Beben bekannt ist.
Erdbeben der Magnitude 3,3 trifft San Ramon
Am Montagabend Ortszeit hat ein leichtes Erdbeben der Stärke 3,3 den Grossraum San Francisco erschüttert.
Das Beben ereignete sich um 22:47 Uhr PST, wie die US Geological Survey (USGS) bestätigte.
Die Details stammen laut newsweek.com aus ersten Behördenberichten.
Das Epizentrum lag 4 Kilometer von San Ramon entfernt, die Tiefe betrug nur 9 Kilometer – ein Hinweis darauf, dass Erschütterungen in der Oberfläche stärker spürbar sein können.
Die Erdstösse wurden u. a. registriert in:
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San Ramon
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Dublin
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Pleasanton
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Walnut Creek
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Danville
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Teilen der Bay Area
Über 800 Menschen meldeten die Erschütterung auf der USGS-Plattform Did You Feel It?
Es gibt keine Berichte über Schäden oder Verletzte.
Beben ereignete sich entlang der Calaveras-Verwerfung
Die Region ist stark seismisch aktiv.
Das Beben ereignete sich entlang der Calaveras-Verwerfung, einem Seitenarm der berühmten San-Andreas-Verwerfung, die Kalifornien über 1200 Kilometer durchzieht.
Zur Erinnerung:
Die Calaveras-Zone ist bereits Anfang November aufgefallen:
Innerhalb von drei Stunden wurden dort acht kleinere Erdbeben gemessen – ein sogenannter „Erdbebenschwarm“.
Historische Erdbeben in der Bay Area
Die Region erlebt immer wieder starke seismische Ereignisse.
Zu den letzten grossen Beben gehören:
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2001 – Magnitude 5,1 (West-Napa-Verwerfung)
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2005 – Magnitude 5,6 (Calaveras-Verwerfung)
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1989 – Magnitude 7,1, berüchtigt als Loma Prieta-Beben
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1906 – Magnitude 7,8, das verheerende San-Francisco-Beben
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1857 – Magnitude 7,9, stärkstes je gemessenes Beben in Kalifornien
Vor allem das Beben von 1906 gilt bis heute als historischer Wendepunkt:
Zehntausende wurden obdachlos, bis zu 3.000 Menschen kamen ums Leben, und ein massiver Grossbrand verwüstete die Stadt.
Warum kleine Beben wichtig sind
Kleinere Erschütterungen wie jene in San Ramon sind zwar meist harmlos, dienen aber als wichtige Erinnerungen:
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sich auf grössere Beben vorzubereiten
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Notfallpläne zu aktualisieren
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Hausstrukturen und Versorgungsleitungen zu überprüfen
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Wasser, Taschenlampen und Batterien bereitzuhalten
In der Bay Area leben über 7 Millionen Menschen in einem Gebiet, das weltweit zu den aktivsten Erdbebenzonen zählt.










