Während in Europa die Lichter funkeln, herrscht in der Ukraine vielerorts Dunkelheit.
Mehr als eine Million Familien kämpfen bei Minusgraden ohne Strom, Wasser oder Heizung – und der Druck auf Kiew wächst.
Russische Angriffe treffen Energieversorgung im Südosten
Laut dem ukrainischen Energieministerium haben massive russische Drohnenangriffe die Stromversorgung in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja fast vollständig lahmgelegt. Die Luftwaffe berichtet von 97 Drohnen, von denen 70 abgefangen wurden – dennoch trafen 27 Ziele.
In der Nacht zum Mittwoch wurde gezielt die kritische Infrastruktur ins Visier genommen. In beiden Regionen fiel der Strom flächendeckend aus. Krankenhäuser, Wasserversorgung und Heizungssysteme sind nur noch über Notstrom betriebsfähig.
Über eine Million Haushalte sind betroffen. In Saporischschja konnte die Versorgung teilweise wiederhergestellt werden. In Dnipropetrowsk dauern die Reparaturen an, wie Vizepremierminister Oleksiy Kuleba auf X (vormals Twitter) erklärte.
Selenskyj: Sicherheitsgarantien statt Konzessionen
Trotz des Drucks aus den USA und anderer Verbündeter macht Wolodymyr Selenskyj klar: Die Ukraine wird keine territorialen Zugeständnisse machen – insbesondere nicht die Abtretung Donezks oder die Kontrolle über das AKW Saporischschja.
Er wünscht sich zudem Klarheit über die Haltung von US-Präsident Donald Trump zur künftigen Sicherheitsarchitektur für die Ukraine.
Selenskyj will ein weiteres persönliches Treffen, um Trumps Bereitschaft zu prüfen, Kiews Sicherheit für mindestens 15 Jahre nach einem möglichen Waffenstillstand zu garantieren.
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Paris-Gespräche bringen erste Zusagen – aber keine Garantien
Bei Gesprächen Anfang dieser Woche in Paris sicherten westliche Partner der Ukraine weitere Unterstützung zu – darunter auch die Möglichkeit einer multinationalen Truppenpräsenz nach einem Friedensabkommen.
Doch Selenskyj betont, dass solche Zusagen zu rechtsverbindlichen Verpflichtungen werden müssen, die in nationalen Parlamenten verankert werden.
Appell an Zypern und die EU: „Keine übermässigen Forderungen“
Bei einem Treffen mit der EU-Ratspräsidentschaft Zypern forderte Selenskyj, keine zusätzlichen Auflagen an Kiew zu stellen. Die Ukraine erfülle ihre Verpflichtungen im Verhandlungsprozess und erwarte Unterstützung – insbesondere in Form verschärfter Sanktionen gegen Russland.
Die Ukraine kämpft an mehreren Fronten
Der Krieg in der Ukraine ist längst mehr als ein militärischer Konflikt. Der Winter wird zur Waffe – Stromausfälle, Angriffe auf Infrastruktur und diplomatischer Druck treffen das Land mit voller Härte. Doch die Regierung in Kiew bleibt bei ihrer Linie: Keine Kompromisse um jeden Preis.










