Ein Fall, der international für Entsetzen sorgt.
Im Iran soll eine 28-jährige Frau hingerichtet worden sein, die während ihrer Haft ein Kind zur Welt gebracht hatte.
Menschenrechtsorganisationen sprechen von einem weiteren drastischen Beispiel im Umgang mit Todesurteilen im Land.
Hinrichtung nach Jahren in Haft
Laut Angaben der in Norwegen ansässigen Organisationen Iran Human Rights und Hengaw Rights wurde die Frau am 20. Mai in der Stadt Ardabil im Nordwesten des Iran gehängt.
Die 28-Jährige, Asma Sarei, war demnach seit rund drei Jahren in Haft.
Ihr wurde vorgeworfen, ihren Ehemann mit Schlaftabletten getötet zu haben.
Geburt im Gefängnis
Besonders tragisch: Während der Haft war die Frau schwanger und brachte ein Kind zur Welt.
Das Kind soll heute etwa zwei Jahre alt sein und wird nach Angaben der Organisationen von Angehörigen betreut.
Berichten zufolge habe die Frau vor ihrer Hinrichtung den Wunsch geäussert, dass ihre Mutter sich um das Kind kümmern solle.
Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm
Die genannten Organisationen sprechen von einem Teil einer grösseren Entwicklung.
Demnach wurde die Frau bereits als sechste weibliche Person im laufenden Jahr im Iran hingerichtet.
Für das Jahr 2025 werden insgesamt Dutzende Fälle von Hinrichtungen von Frauen dokumentiert.
Viele davon stehen laut Aktivisten im Zusammenhang mit Gewalt in der Ehe oder umstrittenen Mordvorwürfen.
Weitere Hinrichtungen im Iran
Parallel dazu berichten iranische Behörden von weiteren Exekutionen:
- Hinrichtung eines Mannes wegen angeblicher Spionage für den Mossad
- Hinrichtung eines weiteren Mannes im Zusammenhang mit Protesten
- Weitere Todesurteile im Kontext von Sicherheitsdelikten
Die Angaben der Behörden lassen sich nur teilweise unabhängig überprüfen.
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Iran weltweit unter Kritik
Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen gehört der Iran zu den Ländern mit den meisten Hinrichtungen weltweit.
Nur China soll in absoluten Zahlen noch mehr Exekutionen durchführen.
Für das Jahr 2025 werden im Iran über 1.600 Hinrichtungen dokumentiert.
Eskalation im Nahen Osten überschattet Lage
Die Ereignisse fallen in eine Phase erhöhter Spannungen im Nahen Osten.
Berichten zufolge kam es zu militärischen Aktionen zwischen verschiedenen Staaten der Region sowie internationalen Akteuren.
Auch im Libanon und im Iran selbst verschärft sich die Sicherheitslage.
Internationale Reaktionen bleiben kritisch
Menschenrechtsgruppen fordern seit Jahren ein Ende der Todesstrafe im Iran.
Besonders Fälle, bei denen Frauen nach häuslicher Gewalt oder umstrittenen Verfahren verurteilt werden, stehen im Fokus der Kritik.
Der Fall der jungen Mutter sorgt für internationale Aufmerksamkeit und neue Diskussionen über das iranische Justizsystem.
Während Behörden die Urteile als rechtmässig darstellen, sprechen Menschenrechtsorganisationen von systematischen Problemen.
Der Konflikt zwischen staatlicher Justiz und internationaler Kritik bleibt damit ungelöst.






