Die Spannungen im Nahen Osten nehmen weiter zu. Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien sorgen für neue Sorgen über eine Ausweitung des Konflikts. Während US-Präsident Donald Trump auf Fortschritte bei Gesprächen mit dem Iran hofft, warnen Experten vor zusätzlichen Belastungen für diplomatische Lösungen.
Angriffe auf Saudi-Arabien sorgen für neue Spannungen
Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen droht die Bemühungen um eine Lösung im Iran-Krieg zu erschweren. Nach Angaben des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses wurden bei Angriffen in der Nacht mindestens elf Zivilisten verletzt.
Die Verletzten wurden demnach in der Region Nadschran im Süden Saudi-Arabiens registriert. Unter ihnen sollen sich sieben saudische Staatsbürger sowie Menschen aus Ägypten, Pakistan und dem Jemen befinden.
Laut GMX erklärte ein Sprecher der von Saudi-Arabien geführten Koalition, die Verletzten seien bei Angriffen der Huthi-Miliz getroffen worden. Gleichzeitig warnte das Königreich vor möglichen weiteren koordinierten Angriffen durch Huthi-Rebellen und irakische Milizen.
Saudi-Arabien rechnet Berichten zufolge damit, dass solche Angriffe mit Unterstützung der iranischen Revolutionsgarden vorbereitet werden könnten. Als mögliche Ziele gelten unter anderem Energieanlagen, Häfen und Flughäfen.
Trump erwartet baldige Einigung mit Iran
US-Präsident Donald Trump zeigte sich trotz der neuen Spannungen optimistisch. Er erklärte, der Iran-Krieg könne «ziemlich bald» beendet werden und eine Vereinbarung zur Öffnung der Strasse von Hormus stehe möglicherweise bevor.
Trump geht davon aus, dass der politische und militärische Druck auf Teheran Wirkung zeigen könnte. «Ich denke nicht, dass sie noch lange durchhalten können», sagte er vor Journalisten im Weissen Haus.
Andere Experten beurteilen die Lage vorsichtiger. Sie warnen davor, dass eine längere militärische Auseinandersetzung auch für die USA innenpolitische und wirtschaftliche Folgen haben könnte.
Die Strasse von Hormus ist eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Über die Meerenge zwischen Iran und Oman wird ein grosser Teil der weltweiten Öl- und Gastransporte abgewickelt.
Huthi-Konflikt im Jemen flammt erneut auf
Der Konflikt im Jemen besteht bereits seit mehr als einem Jahrzehnt. Die Huthi-Miliz hatte 2014 grosse Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht und damit einen Bürgerkrieg ausgelöst.
Eine Waffenruhe im Jahr 2022 reduzierte die Kämpfe deutlich, kleinere Gefechte gab es jedoch weiterhin. Im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg hat sich die Lage zuletzt erneut verschärft.
Die Huthi griffen nach eigenen Angaben beziehungsweise laut Regierungsangaben militärische Ziele mit Raketen und Drohnen an. Betroffen waren unter anderem Einrichtungen in den Provinzen Marib und Hadramaut.
Saudi-Arabien unterstützt seit Jahren die international anerkannte Regierung im Jemen und kämpft gegen die Huthi-Bewegung.
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Sorge vor Ausweitung des Konflikts
Nach Einschätzung verschiedener Beobachter könnte der Konflikt zwischen Iran, den USA und regionalen Akteuren weitere Länder erfassen. Saudi-Arabien versucht nach eigenen Angaben gleichzeitig, diplomatische Kontakte aufrechtzuerhalten.
Berichte internationaler Medien, darunter CNN, berufen sich auf saudische Angaben zu möglichen geplanten Angriffen. Demnach könnten die Aktionen darauf abzielen, Fortschritte bei Verhandlungen über eine Beendigung des Iran-Kriegs zu verhindern.
Die Lage bleibt jedoch unübersichtlich. Die beteiligten Staaten machen unterschiedliche Angaben über Verantwortlichkeiten und mögliche nächste Schritte.
Zukunft der Strasse von Hormus bleibt offen
Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Blockade beziehungsweise Einschränkung der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus. Iran und Oman verhandeln nach eigenen Angaben über eine mögliche Übergangslösung.
Dabei soll unter anderem ein spezieller Schifffahrtskorridor diskutiert werden. Ziel wäre es, die internationale Schifffahrt wieder zu ermöglichen und gleichzeitig Sicherheitsfragen zu klären.
Die USA erklärten, dass eine mögliche Übergangslösung freie Durchfahrt ohne zusätzliche Gebühren oder Genehmigungen ermöglichen müsse. Eine endgültige Vereinbarung wurde bislang jedoch nicht bekannt gegeben.
Erdogan und Sharif reisen nach Saudi-Arabien
Zusätzliche diplomatische Gespräche stehen bevor. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird in Saudi-Arabien erwartet und soll unter anderem mit Kronprinz Mohammed bin Salman zusammentreffen.
Auch der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif soll an Gesprächen beteiligt sein. Pakistan bemüht sich darum, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln und eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zu fördern.






