Prominente Unterstützung kurz vor der Wahl
Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Ungarn erwartet Ministerpräsident Viktor Orbán hohen Besuch aus Washington: JD Vance reist nach Budapest, um gemeinsam mit Orbán bei einer Wahlkampfveranstaltung in einem Sportzentrum aufzutreten.
Nach Angaben des Weissen Hauses soll es in der Rede um die „reichhaltige“ bilaterale Partnerschaft gehen. Vor dem Auftritt sind bilaterale Gespräche zwischen Vance und Orbán geplant.
Orbán hofft auf Rückenwind
Umfragen signalisieren seit Monaten, dass Orbán die Wahl am kommenden Sonntag verlieren könnte. Entsprechend gross sind die Hoffnungen, dass der prominente US-Gesandte dem Rechtspopulisten neue Dynamik im Wahlkampf verschafft.
Laut GMX wird erwartet, dass Vance seinem Gastgeber im Namen von Donald Trump ausdrücklich Unterstützung zusichert. Orbán pflegt seit Jahren enge Beziehungen zu Trump, doch Beobachter bezweifeln, dass dieser Auftritt tatsächlich wahlentscheidend sein wird.
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Enge Kontakte zu Trump und Mar-a-Lago
Bereits 2024 hatte Orbán Trump zweimal in dessen Residenz Mar-a-Lago besucht. Dabei lobte er ihn als „Präsident des Friedens“, der den russischen Krieg gegen die Ukraine rasch beenden könne.
Im Juli desselben Jahres traf Orbán Trump erneut – nur eine Woche nach einem Besuch beim russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau. Auch hier stellte Orbán Trump als Friedensstifter dar.
Streit um angebliche US-Finanzhilfen
Für Misstöne sorgte ein Besuch Orbáns im Weissen Haus im November 2025. Danach behauptete der ungarische Regierungschef laut regierungsnahen Medien, sein Land könne im Falle eines „politischen Angriffs“ auf einen amerikanischen „Finanzschutzschild“ zählen.
Wenig später sprach Orbán öffentlich von möglichen Summen zwischen 10 und 20 Milliarden US-Dollar oder Euro. Trump dementierte diese Darstellung später gegenüber dem US-Portal Politico:
„Nein, ich habe ihm das nicht versprochen, aber er hat sicherlich danach gefragt.“






