Eine FBI-Operation, wie man sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat
Er war Olympiateilnehmer.
Er wurde Unternehmer.
Jetzt ist er einer der meistgesuchten Männer Nordamerikas.
Die weltweite Fahndung nach Ryan James Wedding, Kanadas angeblich mächtigstem Kokainhändler, erreicht eine neue Stufe – und die US-Behörden zeichnen ein erschreckendes Bild.
Der Fall Wedding: Vom Snowboarder zum mutmasslichen Drogenboss
Ryan Wedding, einst Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2002, soll seit Jahren mit dem Sinaloa-Kartell kooperieren und ein Drogenimperium aufgebaut haben, das laut Ermittlern 60 Tonnen Kokain pro Jahr in die USA schmuggelte.
Laut nytimes.com werfen die Behörden ihm jetzt zusätzlich vor:
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Auftragsmord an einem Bundeszeugen
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Kopfgeld-Ausschreibungen
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Mordverschwörung in mehreren Ländern
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Massiven Kokainschmuggel
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Geldwäsche & Waffenhandel
Mehr als 35 Personen wurden bereits im Zusammenhang mit seinem Netzwerk verhaftet.
Mord an Zeuge erschüttert Ermittler
Im Januar wurde ein Mann, der gegen Wedding aussagen sollte, in Medellín erschossen, nachdem Wedding laut Staatsanwaltschaft Fotos des Zeugen online gestellt haben soll, um seinen Aufenthaltsort zu ermitteln.
Die Behörden gehen davon aus, dass Wedding Schützen engagierte, die den Mann während eines Restaurantbesuchs töteten.
Ein weiteres Opfer:
Ein Ehepaar in Ontario, das fälschlicherweise als Ziel identifiziert wurde und bei einem Angriff im November 2023 starb.
„Er ist eine moderne Version von Pablo Escobar“, sagte FBI-Direktor Kash Patel.
Anwalt als mutmasslicher Mitverschwörer – der „@Cocaine_lawyer“
Unter den Festgenommenen:
Deepak Balwant Paradkar, ein Anwalt aus Ontario, der laut Anklage unter dem Alias „@Cocaine_lawyer“ agierte.
Er soll Wedding geraten haben:
„Wenn Sie diesen Zeugen töten, wird das Verfahren eingestellt.“
Paradkar sitzt inzwischen in Haft und soll in die USA ausgeliefert werden.
FBI-Beschlagnahmen: Kokain, Kryptos und Millionen
Die Sicherheitsbehörden stellten sicher:
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13 Mio. USD Vermögenswerte
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3,2 Mio. USD in Kryptowährung
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2.000 kg Kokain
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Mehrere Waffen
Das US-Aussenministerium erhöhte die Belohnung für Hinweise:
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15 Mio. USD für Wedding
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2 Mio. USD für Informationen zu den Komplizen des Zeugenmords
Wedding: Eine jahrelange Spur aus Gewalt und Schmuggel
Die Ermittlungen gegen Wedding reichen fast 20 Jahre zurück:
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2002: Olympiateilnahme (Snowboard, Parallel-Riesenslalom)
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2006: Ermittlungen wegen Cannabis-Handels
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2010: Verurteilung wegen versuchten Kokainkaufs (4 Jahre Haft)
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2024: Anklage wegen dreifachen Mordes und Grossschmuggels
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2025: Internationale Fahndung – Wedding wird in Mexiko vermutet
Auch sein enger Vertrauter, Andrew Clark, wurde 2024 in Mexiko gefasst.
Warum Wedding für die Behörden so gefährlich ist
Sein Netzwerk ist laut FBI eine Kombination aus:
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Kartellstrukturen
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modernen Kommunikationswegen
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hoher Mobilität
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grenzüberschreitender Geldwäsche
Und: Er kennt die Szene nicht nur – er stammt aus ihr.
Als Sportler war er weltweit unterwegs, später bewegte er sich gekonnt im Schatten der Kartelle.
Fazit: Die Jagd auf Wedding wird global – und sie hat erst begonnen
Die Behörden sind entschlossen:
Wedding soll gefasst werden.










