Spannungen trotz laufender Gespräche
Trotz diplomatischer Kontakte sind der Iran und die USA nach Darstellung aus Teheran noch weit von einer umfassenden Einigung entfernt. Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte in einem Interview, es gebe zwar Fortschritte, doch blieben zentrale Streitpunkte ungelöst. Man sei noch «weit von einer endgültigen Einigung entfernt». Laut GMX wurde das Gespräch im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlt.
Kurz zuvor hatte Teheran die angekündigte Öffnung der Strasse von Hormus wieder rückgängig gemacht. Die strategisch enorm wichtige Meerenge für den globalen Ölhandel stehe nun wieder vollständig unter Kontrolle der iranischen Streitkräfte.
Beschuss und diplomatische Reaktionen
Nach Berichten über mutmasslichen Beschuss zweier indisch beflaggter Handelsschiffe bestellte Indien den iranischen Botschafter ein. Betroffen gewesen seien unter anderem die Schiffe «Jag Arnav» und «Sanmar Herald». Beide mussten laut indischen Medien umkehren.
Auch der maritime Verfolgungsdienst TankerTrackers.com meldete, dass iranische Revolutionsgarden in der Meerenge Schiffe zurückgedrängt hätten, darunter ein Supertanker mit irakischem Rohöl.
Kreuzfahrtschiffe wie die Mein Schiff 4, die Mein Schiff 5 sowie die MSC Euribia hätten die Passage dagegen im Konvoi und in Abstimmung mit Behörden passiert.
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Forderung nach Aufhebung der US-Blockade
Ghalibaf bezeichnete die US-Seeblockade iranischer Häfen als «töricht und ignorant». Solange diese nicht aufgehoben werde, sei auch der Schiffsverkehr durch die Meerenge gefährdet.
US-Präsident Donald Trump zeigte sich davon unbeeindruckt und sprach von «sehr guten Gesprächen» zwischen beiden Seiten. Anfang April war eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart worden.
Regionale Spannungen weiten sich aus
Parallel dazu bleibt auch die Lage im Libanon angespannt. Die vom Iran unterstützte Hisbollah fordert einen vollständigen Abzug Israels. Nach Angaben Israels wurde ein Reservist durch einen Sprengsatz getötet.
UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte zudem Angriffe auf Blauhelm-Soldaten der UN-Mission scharf. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron machte die Hisbollah für den Tod eines französischen Soldaten verantwortlich.







