Regime ignoriert Warnung aus Washington – Proteste weiten sich landesweit aus
Die Lage im Iran eskaliert dramatisch.
Trotz deutlicher Warnungen von US-Präsident Donald Trump gehen iranische Sicherheitskräfte mit brutaler Gewalt gegen Demonstranten vor. Innerhalb weniger Tage wurden mindestens 50 Protestierende getötet, während sich die Unruhen weiter ausbreiten.
Internationale Beobachter sprechen von einer der schwersten Repressionswellen der letzten Jahre.
Mindestens 50 Tote – Krankenhäuser überlastet
Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen starben bislang mindestens 50 Demonstranten, hinzu kommen getötete Angehörige der Sicherheitskräfte. Krankenhäuser sind überfüllt, zahlreiche Verletzte werden mit Schusswunden, Knochenbrüchen und schweren Kopfverletzungen behandelt.
Viele Familien meiden aus Angst vor Verhaftungen medizinische Hilfe. Menschenrechtler befürchten daher eine deutlich höhere Dunkelziffer.
Laut dailymail.co.uk meldete die iranische Menschenrechtsorganisation HRANA bis zum 9. Januar insgesamt 65 Todesopfer, darunter 15 Sicherheitskräfte. Die Organisation Hengaw spricht zudem von mehr als 2.500 Verhaftungen innerhalb von zwei Wochen.
Trump droht mit Eingreifen – Teheran bleibt unbeugsam
US-Präsident Trump hatte die iranische Führung zuvor öffentlich gewarnt. Sollte es erneut zu massenhaften Tötungen friedlicher Demonstranten kommen, würden die USA reagieren.
„Sollten sie wieder anfangen, Menschen zu töten wie in der Vergangenheit, werden sie von den Vereinigten Staaten hart getroffen werden“, sagte Trump an Bord der Air Force One.
Er erklärte zudem, es sei erstaunlich, dass Demonstranten mittlerweile ganze Städte einnehmen würden – etwas, das vor wenigen Wochen noch undenkbar gewesen sei.
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Proteste in über 220 Städten
Seit 13 Tagen dauern die landesweiten Proteste an. Auslöser sind vor allem:
stark steigende Lebenshaltungskosten
wirtschaftliche Perspektivlosigkeit
wachsende Ablehnung des klerikalen Systems
Mittlerweile haben sich die Demonstrationen auf über 220 Städte und Gemeinden in allen 31 Provinzen ausgeweitet. Videos zeigen zehntausende Menschen in Teheran, Maschhad, Täbris und Qom, die Parolen wie „Tod dem Diktator“ und „Tod Khamenei“ skandieren.
Regime droht mit Todesstrafe
Die iranische Führung reagiert mit maximaler Härte. Generalstaatsanwalt Mohammad Movahedi Azad erklärte, jeder Teilnehmer der Proteste werde als „Feind Gottes“ betrachtet – ein Vergehen, das nach iranischem Recht mit dem Tod bestraft werden kann.
Auch Unterstützer der Demonstranten sollen strafrechtlich verfolgt werden. Staatsmedien forderten eine schnelle und kompromisslose Strafverfolgung ohne „Nachsicht oder Mitleid“.
Internet abgeschaltet – Vorwürfe schwerer Menschenrechtsverletzungen
Zusätzlich verschärfte das Regime die Lage durch eine landesweite Internetabschaltung. Der Überwachungsdienst NetBlocks bestätigte massive Einschränkungen der Netzinfrastruktur.
Amnesty International erklärte, die Abschaltung diene dazu, das wahre Ausmass der Gewalt zu verschleiern und schwere Menschenrechts- sowie mögliche Völkerrechtsverbrechen zu vertuschen.
Opposition ruft zum Machtwechsel auf
Der im US-Exil lebende Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten Schahs, rief die Bevölkerung zu gezielten Aktionen auf:
„Unser Ziel ist es nicht mehr nur, auf die Strasse zu gehen. Ziel ist es, die Stadtzentren einzunehmen und zu halten.“
Er kündigte an, sich auf eine baldige Rückkehr in den Iran vorzubereiten, und bat die USA erneut um Unterstützung.










