Freude, Erleichterung – und neue Angst.
Nach über fünf Wochen Krieg sorgt die vorläufige Waffenruhe im Iran nicht nur für Hoffnung, sondern auch für grosse Unsicherheit. Viele Menschen fürchten, dass der Staat nun im Innern umso härter durchgreifen könnte.
Stimmen aus Teheran
Hadi (33), Lehrer in der Hauptstadt, glaubt nicht an einen politischen Wandel.
«Meiner Meinung nach hat sich nichts geändert. Politisch ist das System geblieben.»
Er ist überzeugt, dass sowohl Washington als auch Teheran zuletzt einen Ausweg aus dem Krieg suchten. Die Leidtragenden seien vor allem arme Menschen und die Mittelschicht:
- «Die Menschen im Iran müssen die Kosten dieses Krieges bezahlen»
- «Die Regierung wird nun, mit der Illusion einer Niederlage der USA, härter mit den Menschen umgehen»
Hoffnung auf Sanktionserleichterungen
Mehrdad (28), Buchhalter, zeigt sich erleichtert. Für ihn steht die wirtschaftliche Perspektive im Vordergrund.
- Beide Seiten seien «kriegsmüde»
- Hoffnung auf Aufhebung internationaler Sanktionen
- «Das wäre besser für die Gesellschaft als ein Machtwechsel»
Seine Erwartungen sind pragmatisch: wirtschaftliche Entlastung statt politischer Umbruch.
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Angst vor neuer Eskalation
Fariba (22), Studentin, blickt skeptisch in die Zukunft.
«Ich bin froh, dass die angedrohte Zerstörung von Infrastruktur ausgeblieben ist.»
Doch sie erinnert an die jahrelang erfolglosen Verhandlungen zwischen Teheran und Washington:
- Wenn sich politisch nichts ändert, «könnten wir vielleicht schon in zwei Wochen stärkere Angriffe erleben»
Zwischen Erleichterung und Repression
Mohammed (38), der im Medienbereich arbeitet, sieht die Lage zwiespältig.
- Er wollte ein schnelles Kriegsende
- Gleichzeitig fürchtet er «Repressionen, schlimmer und härter als zuvor»
- Die Waffenruhe sei fragil
Er verweist auf die strategische Bedeutung der Strasse von Hormus und die angespannte Wirtschaftslage.
Diese Stimmen wurden unter anderem laut GMX veröffentlicht.







