Ein Konflikt – und plötzlich profitiert Russland
Der Krieg rund um den Iran hat nicht nur Auswirkungen auf den Nahen Osten.
Steigende Ölpreise und geopolitische Spannungen sorgen dafür, dass ausgerechnet Russland neue Milliarden einnimmt. Für Kremlchef Wladimir Putin kommt diese Entwicklung zu einem Zeitpunkt, an dem sein Land dringend Geld für den Krieg gegen die Ukraine benötigt.
Während die Energiepreise weltweit steigen, lockern die USA sogar vorübergehend bestimmte Sanktionen – eine Entscheidung, die Moskau zusätzliche Einnahmen verschafft.
Milliarden-Einnahmen durch steigende Ölpreise
Der Konflikt im Nahen Osten hat den Ölmarkt massiv unter Druck gesetzt.
Ölpreise stiegen zeitweise auf über 100 Dollar pro Barrel
Der globale Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus wurde stark beeinträchtigt
Energiepreise weltweit schossen in die Höhe
Um die Märkte zu stabilisieren, erlaubten die Vereinigten Staaten kurzfristig den Kauf russischen Rohöls, das sich bereits auf Schiffen befindet. Diese Ausnahme gilt vorerst bis zum 11. April.
Laut gmx.ch hat Russland allein in zwei Wochen rund sechs Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen aus Energieexporten erzielt.
Mehr Geld für Russlands Kriegskasse
Die finanziellen Dimensionen sind enorm.
Nach Berechnungen von Energieexperten:
rund 510 Millionen Euro Mehreinnahmen pro Tag
Einnahmen vor allem aus Öl- und Gasexporten
wichtige Devisen für den russischen Staatshaushalt
Für Russland sind Energieexporte ein zentraler Bestandteil der Staatsfinanzen. Noch immer stammen etwa 23 Prozent der Einnahmen aus Öl und Gas.
Diese zusätzlichen Milliarden könnten auch indirekt den Krieg in der Ukraine finanzieren.
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Geopolitische Vorteile für den Kreml
Neben den finanziellen Gewinnen profitiert Russland auch politisch von der Situation.
Mehrere Entwicklungen spielen Moskau in die Hände:
Friedensgespräche zwischen Russland, Ukraine und USA wurden verschoben
westliche Waffen könnten verstärkt im Nahen Osten eingesetzt werden
internationale Aufmerksamkeit verschiebt sich vom Ukrainekrieg
Russland versucht gleichzeitig, seine Rolle als Energielieferant für Asien zu stärken – besonders gegenüber China und Indien.
Drohungen gegen Europa
Der Kreml nutzt die Situation auch, um politischen Druck aufzubauen.
Russische Vertreter warnten, Europa könne für seine „russophobe Politik“ einen hohen Preis zahlen. Gleichzeitig deutete Moskau an, Energie künftig stärker auf andere Märkte umzuleiten.
Der Anteil russischen Gases in der EU ist zwar stark gesunken:
vor dem Ukrainekrieg: 45 Prozent
heute: etwa 10 bis 12 Prozent
Trotzdem könnten steigende Weltmarktpreise auch Europa treffen.
Russlands Finanzprobleme bleiben
Trotz der Milliarden-Einnahmen steht Russlands Haushalt weiterhin unter Druck.
Haushaltsdefizit: etwa 90 Milliarden Euro
hohe Inflation im Inland
steigende Steuern und Sparmassnahmen
Selbst in Moskau wurden bereits Sparprogramme angekündigt, darunter ein Personalabbau in der Stadtverwaltung.
Experten glauben daher, dass hohe Ölpreise nur helfen, wenn sie mehrere Monate stabil bleiben.







