Ein Land im Ausnahmezustand
Die Wut ist nicht mehr zu überhören.
In Teheran hallen regierungsfeindliche Parolen durch die Nacht – trotz Gewalt, trotz Angst, trotz Internetsperre.
Was als Protest gegen wirtschaftliche Not begann, entwickelt sich zur grössten Herausforderung für die Islamische Republik seit Jahren.
Tote, Festnahmen, Eskalation
Die Lage im Iran spitzt sich dramatisch zu.
Nach jüngsten Angaben ist die Zahl der Todesopfer bei den landesweiten Protesten auf 466 Menschen gestiegen.
2.638 Menschen festgenommen
Hunderte Verletzte
Einsatz von scharfer Munition und Gummigeschossen
Internet seit über 60 Stunden nahezu vollständig gesperrt
Laut der italienischen Nachrichtenagentur ansa.it, die sich auf die Menschenrechtsorganisation HRANA beruft, wurden die meisten Opfer aus nächster Nähe erschossen oder schwer verletzt.
Teheran: Proteste trotz brutaler Repression
Am Samstagabend füllten sich erneut die Strassen der iranischen Hauptstadt.
Demonstranten riefen offen zum Sturz der religiösen Führung auf – trotz massiver Polizeipräsenz.
Augenzeugen berichten von:
Tränengas
Elektroschockern
Schüssen mit militärischen Gewehren
Chaos in Krankenhäusern
Eine Frau schilderte gegenüber internationalen Medien, sie habe in einem Spital „übereinandergestapelte Leichen“ gesehen.
Trauer unter Beschuss
Selbst der Abschied von den Toten bleibt nicht verschont.
Auf dem Friedhof Behesht‑e Zahra in Teheran gingen Sicherheitskräfte gegen Trauernde vor.
Berichte sprechen von:
Tränengaseinsatz bei Beerdigungen
Luftgewehrkugeln gegen Familien
Einschüchterung der Angehörigen
Aus informierten Kreisen heisst es, dass Familien teils umgerechnet 6.000 US‑Dollar zahlen müssen, um die Leichen ihrer getöteten Angehörigen freizubekommen.
Stimmen aus dem Inneren
Ein Demonstrant sagte:
„Dieses Regime wird nicht ohne äussere Gewalt zurücktreten.“
Eine iranische Sozialarbeiterin beschrieb die Situation als:
„Einen Albtraum – Kugeln, Tränengas, alles wurde abgefeuert.“
Ein älterer Mann soll über 40 Schrotkugeln in den Beinen erlitten haben, mehrere Spitäler seien überfordert gewesen.
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Regime reagiert mit Drohungen
Die iranische Führung spricht von „Randalierern“ und „organisierten Ausschreitungen“.
Der Chef der Nationalpolizei begrüsste öffentlich die „bedeutenden Festnahmen“.
Der Generalstaatsanwalt drohte Demonstranten offen mit der Todesstrafe.
Ali Larijani, Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, erklärte:
„Die Justiz muss entschlossen gegen jene vorgehen, die Unsicherheit schaffen.“
Internationale Spannungen nehmen zu
Die Proteste haben auch geopolitische Folgen:
USA signalisieren Unterstützung für die Protestbewegung
Israel versetzt seine Sicherheitskräfte in höchste Alarmbereitschaft
Teheran warnt vor Vergeltung gegen Israel und US‑Basen bei einer Intervention
Im iranischen Parlament skandierten Abgeordnete erneut „Tod den USA“.
Internet weiter blockiert
Die Internetsperre dauert laut NetBlocks inzwischen über 60 Stunden an.
Der Beobachtungsdienst warnt:
„Diese Zensur bedroht die Sicherheit und das Wohlergehen der Iraner in einem entscheidenden Moment.“
Iran an einem Wendepunkt
Der Iran erlebt Tage, die über seine Zukunft entscheiden könnten.
Die Gewalt nimmt zu – doch auch der Widerstand.










