Wochenlang herrschte digitale Stille.
Nun kehren erste Verbindungen zurück – vorsichtig und kontrolliert.
Im Iran deutet sich eine langsame Entspannung an.
Erste Schritte nach totaler Netzsperre
Der Iran plant eine schrittweise Wiederherstellung des Internets, nachdem die Verbindungen seit dem 8. Januar 2026 weitgehend blockiert waren. Hintergrund der drastischen Massnahme waren landesweite Proteste, die am 28. Dezember begonnen hatten.
Internationale Telefonanrufe sind seit Dienstag wieder möglich, Nachrichtenübermittlungsdienste seit gestern. Laut ansa.it bestätigte eine informierte Quelle, dass die Regierung eine vorsichtige Rückkehr zur digitalen Normalität prüft.
Erste Verbindungen – aber kein freies Netz
Auch internationale Medien berichten von ersten Anzeichen der Lockerung. So konnten Journalisten am Mittwochmorgen aus Teheran wieder eine Internetverbindung herstellen. Dennoch bleiben die meisten Web- und Mobilfunkanbieter weiterhin offline.
Die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim meldete am Vorabend, dass die Behörden eine schrittweise Wiederfreigabe angekündigt hätten – konkrete Zeitpläne oder Details wurden jedoch nicht genannt.
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Soziale Netzwerke weiter eingeschränkt
Von der Blockade betroffen waren auch soziale Netzwerke wie:
Instagram
Telegram
X
Facebook
YouTube
Diese Plattformen sind im Iran seit Jahren offiziell verboten, werden jedoch von vielen Menschen über VPN-Dienste genutzt. Seit dem 8. Januar wurden allerdings auch VPNs landesweit gesperrt, was die digitale Isolation zusätzlich verschärfte.
Proteste und Kontrolle
Die iranische Führung begründete die Internetabschaltung mit Sicherheitsbedenken. Kritiker sehen darin vor allem den Versuch, die Organisation von Protesten zu erschweren und die Verbreitung von Informationen ins Ausland zu unterbinden.
Ob und wann der Internetzugang vollständig wiederhergestellt wird, bleibt offen.










