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Iran droht der totale Wasserkollaps – jetzt wird es dramatisch

by Peter Schnieder
Montag, 1. Dezember 2025 um 16:42
in Ausland, Gefahren & Warnungen, News, Top News, Umwelt
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Ein Schiff ruht im Oktober 2024 auf dem ausgetrockneten Grund des Urmiasees.

Ein Schiff ruht im Oktober 2024 auf dem ausgetrockneten Grund des Urmiasees. (Bildquelle: Morteza Aminoroayayi/Middle East Images/AFP/Getty Images)

Home » News » Iran droht der totale Wasserkollaps – jetzt wird es dramatisch

Die Wasserkrise im Iran spitzt sich so drastisch zu, dass sie sogar aus dem Weltraum zu erkennen ist.
Und nun warnen Experten: Teherans Wasserhähne könnten bald komplett versiegen.

Die Regierung spricht bereits öffentlich über Rationierungen – und sogar über mögliche Evakuierungen.

Warum Teheran vor einer historischen Katastrophe steht

Eine Metropole mit 15 Millionen Menschen am Limit

In Teherans Moscheen wird inzwischen öffentlich um Regen gebetet. Die Lage ist so ernst, dass Präsident Masoud Pezeshkian vor kurzem erklärte:
Bleibt der Regen bis Dezember aus, wird das Wasser rationiert. Hält die Trockenperiode an, könnte eine Evakuierung nötig werden.

Die Worte klingen dramatisch – und sie zeigen, wie ernst die Situation ist.

Laut edition.cnn.com

Wie konnte die Wasserkrise so weit eskalieren?

20 Provinzen ohne Regen – und fast leere Stauseen

Der Iran erlebt die schwerste Dürre seit 40 Jahren.
Besonders kritisch: Teherans wichtigste Stauseen sind nur noch zu rund 11 % gefüllt.

Latyan-Staudamm: 9 %
Amir-Kabir-Staudamm: 8 %
Stauseen um Maschhad: 3 %

Viele Flussbetten sind staubtrocken, die Reservoirs rutschen unter historische Tiefststände.

Die Ursachen: ein Cocktail aus Fehlentscheidungen und Klimawandel

1. Jahrzehntelange Übernutzung

Der Iran verbraucht seit Jahrzehnten mehr Wasser, als sich regenerieren kann.
Forscher sprechen sogar von „Wasserbankrott“.

2. Veraltete Infrastruktur

Etwa 30 % des Trinkwassers gehen durch Lecks in maroden Leitungen verloren.

3. Landwirtschaft verschlingt 90 % des Wassers

Um trotz Sanktionen möglichst unabhängig zu sein, hat die Regierung die Landwirtschaft massiv ausgebaut – auch in trockenen Regionen.

  • Bewässerte Fläche seit 1979: verdoppelt

  • Wasserintensive Kulturen wie Reis sind weit verbreitet

4. Klimakrise als Brandbeschleuniger

Immer heissere Sommer, weniger Niederschlag, mehr Verdunstung.
Forscher bestätigen:
Die extreme Dürre wäre ohne menschengemachten Klimawandel nicht möglich.

Was bedeutet das für Millionen Menschen?

Sinkender Wasserdruck, Ausfälle, Angst**

Offiziell gibt es keine Rationierung.
Doch viele Teheraner berichten:

  • plötzliche Wasserunterbrüche

  • extrem schwacher Wasserdruck

  • stundenweise kein fließendes Wasser

Die Kommunikation der Regierung gilt als schlecht und widersprüchlich – ein Nährboden für Verschwörungstheorien.

Person mit Kapuze vor dem vollständig ausgetrockneten Flussbett in Isfahan mit der historischen Brücke im Hintergrund
Ausgetrocknetes Flussbett in Isfahan während Irans Wasserkrise (Bildquelle: Morteza Nikoubazl/NurPhoto/AP)

Könnte Teheran wirklich evakuiert werden?

Experten warnen: „Wohin sollten 15 Millionen Menschen gehen?“
Eine vollständige Evakuierung gilt als unrealistisch – wirtschaftlich wie logistisch.

Aber: Vorübergehende Evakuierungen sind möglich.
Im Sommer gab es bereits „Notfeiertage“, um die Bevölkerung zum Verlassen der Stadt zu bewegen.

Letzte Notmassnahmen
Der Staat setzt u. a. auf:

  • künstliche Wolkenimpfung

  • Wasserumleitungen

  • kurzfristige Sparappelle

Doch Experten betonen:
Ohne tiefgreifende Reformen wird der Iran seine Wasserkrise nicht überleben.

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