Die Wasserkrise im Iran spitzt sich so drastisch zu, dass sie sogar aus dem Weltraum zu erkennen ist.
Und nun warnen Experten: Teherans Wasserhähne könnten bald komplett versiegen.
Die Regierung spricht bereits öffentlich über Rationierungen – und sogar über mögliche Evakuierungen.
Warum Teheran vor einer historischen Katastrophe steht
Eine Metropole mit 15 Millionen Menschen am Limit
In Teherans Moscheen wird inzwischen öffentlich um Regen gebetet. Die Lage ist so ernst, dass Präsident Masoud Pezeshkian vor kurzem erklärte:
Bleibt der Regen bis Dezember aus, wird das Wasser rationiert. Hält die Trockenperiode an, könnte eine Evakuierung nötig werden.
Die Worte klingen dramatisch – und sie zeigen, wie ernst die Situation ist.
Laut edition.cnn.com
Wie konnte die Wasserkrise so weit eskalieren?
20 Provinzen ohne Regen – und fast leere Stauseen
Der Iran erlebt die schwerste Dürre seit 40 Jahren.
Besonders kritisch: Teherans wichtigste Stauseen sind nur noch zu rund 11 % gefüllt.
Latyan-Staudamm: 9 %
Amir-Kabir-Staudamm: 8 %
Stauseen um Maschhad: 3 %
Viele Flussbetten sind staubtrocken, die Reservoirs rutschen unter historische Tiefststände.
Die Ursachen: ein Cocktail aus Fehlentscheidungen und Klimawandel
1. Jahrzehntelange Übernutzung
Der Iran verbraucht seit Jahrzehnten mehr Wasser, als sich regenerieren kann.
Forscher sprechen sogar von „Wasserbankrott“.
2. Veraltete Infrastruktur
Etwa 30 % des Trinkwassers gehen durch Lecks in maroden Leitungen verloren.
3. Landwirtschaft verschlingt 90 % des Wassers
Um trotz Sanktionen möglichst unabhängig zu sein, hat die Regierung die Landwirtschaft massiv ausgebaut – auch in trockenen Regionen.
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Bewässerte Fläche seit 1979: verdoppelt
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Wasserintensive Kulturen wie Reis sind weit verbreitet
4. Klimakrise als Brandbeschleuniger
Immer heissere Sommer, weniger Niederschlag, mehr Verdunstung.
Forscher bestätigen:
Die extreme Dürre wäre ohne menschengemachten Klimawandel nicht möglich.
Was bedeutet das für Millionen Menschen?
Sinkender Wasserdruck, Ausfälle, Angst**
Offiziell gibt es keine Rationierung.
Doch viele Teheraner berichten:
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plötzliche Wasserunterbrüche
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extrem schwacher Wasserdruck
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stundenweise kein fließendes Wasser
Die Kommunikation der Regierung gilt als schlecht und widersprüchlich – ein Nährboden für Verschwörungstheorien.

Könnte Teheran wirklich evakuiert werden?
Experten warnen: „Wohin sollten 15 Millionen Menschen gehen?“
Eine vollständige Evakuierung gilt als unrealistisch – wirtschaftlich wie logistisch.
Aber: Vorübergehende Evakuierungen sind möglich.
Im Sommer gab es bereits „Notfeiertage“, um die Bevölkerung zum Verlassen der Stadt zu bewegen.
Letzte Notmassnahmen
Der Staat setzt u. a. auf:
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künstliche Wolkenimpfung
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Wasserumleitungen
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kurzfristige Sparappelle
Doch Experten betonen:
Ohne tiefgreifende Reformen wird der Iran seine Wasserkrise nicht überleben.










