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Indigene blockieren Haupteingang der COP30 – Präsident spricht mit Demonstrierenden

In Belém (Brasilien) haben rund 100 indigene Demonstrierende den Haupteingang der COP30-Klimakonferenz für 90 Minuten blockiert. Laut edition.cnn.com forderten sie direkten Dialog mit Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und protestierten gegen Politik, die ihrer Meinung nach den Amazonas gefährdet. Was passiert ist Am frühen Morgen bildeten die Demonstrierenden eine Menschenkette vor dem Haupteingang der […]

Indigene Demonstrierende blockieren den Haupteingang der COP30-Klimakonferenz in Belém, Brasilien.
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Indigene Proteste blockieren Haupteingang der COP30 in Brasilien (Bildquelle: Fernando Llano/AP)

In Belém (Brasilien) haben rund 100 indigene Demonstrierende den Haupteingang der COP30-Klimakonferenz für 90 Minuten blockiert. Laut edition.cnn.com forderten sie direkten Dialog mit Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und protestierten gegen Politik, die ihrer Meinung nach den Amazonas gefährdet.

Was passiert ist

Am frühen Morgen bildeten die Demonstrierenden eine Menschenkette vor dem Haupteingang der Konferenz. Das Militär verhinderte den Zutritt zum Gelände, körperliche Auseinandersetzungen wurden jedoch keine gemeldet. Die Aktion führte dazu, dass Delegierte über einen Seiteneingang umgeleitet wurden.

Forderungen der indigenen Gruppen

Die Proteste wurden von der Munduruku-Bewegung angeführt. In einer Erklärung betonten sie:

„Unser Wald steht nicht zum Verkauf.“

Ihre zentralen Forderungen:

  • Stop der Pläne zur kommerziellen Nutzung mehrerer Flüsse

  • Stopp des umstrittenen Getreidebahnprojekts

  • Klare Abgrenzung und Anerkennung indigener Gebiete

  • Ablehnung von CO₂-Zertifikaten auf Basis von Entwaldung

Präsident der COP30 tritt vor die Demonstrierenden

Konferenzpräsident André Corrêa do Lago sprach direkt mit der Gruppe – während er das Baby einer Demonstrantin im Arm hielt. Nach dem Gespräch lösten die Demonstrierenden ihre Blockade auf.

UN-Verantwortliche betonten, dass die Situation friedlich blieb.

Aktivisten zeigen Solidarität

Weitere Umweltgruppen wie „Debt for Climate“ schlossen sich der Aktion an.

„Wenn dies wirklich die COP der indigenen Völker sein soll, dann müssen solche Proteste willkommen sein“, sagte Aktivist Paolo Destilo.

Auch Klimaexperte Harjeet Singh erklärte, die Demonstration sei Ausdruck tiefer Frustration nach 33 Jahren COP-Konferenzen ohne ausreichende Ergebnisse.

Die Proteste nehmen zu

Bereits am Dienstag versuchten indigene Gruppen den Haupteingang zu stürmen, wobei zwei Sicherheitskräfte verletzt wurden. Traditionell ist das erste Konferenzwochenende der Zeitpunkt der grössten Proteste.

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