Ein Einsatz der US-Migrationsbehörde ICE endet erneut mit tödlichen Folgen. Ein mexikanischer Einwanderer wurde bei einer Kontrolle erschossen – nun laufen Ermittlungen zum genauen Ablauf des Vorfalls.
Der Fall sorgt in den USA für neue Diskussionen über die Vorgehensweise von Bundesbehörden bei Abschiebemaßnahmen gegen Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere.
Schüsse bei ICE-Einsatz in den USA
Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden. Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums widersetzte sich der Mann während einer Kontrolle den Anweisungen der Einsatzkräfte.
Die Behörde erklärte, der Fahrer habe zunächst ein Fahrzeug der Beamten gerammt und anschliessend versucht, einen Beamten mit seinem Auto zu erfassen. Daraufhin habe der ICE-Beamte geschossen.
Der Mann wurde nach den Schüssen in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort jedoch seinen Verletzungen.
Ermittlungen nach tödlicher Schussabgabe
Das Heimatschutzministerium leitete interne Untersuchungen ein. Gleichzeitig ermittelt das FBI-Büro in Houston wegen des mutmasslichen Angriffs auf einen Bundesbeamten.
Laut GMX handelt es sich bei dem Getöteten um Lorenzo Salgado Araujo aus Mexiko. Die Behörden gaben bislang keine weiteren Details dazu bekannt, warum er sich angeblich illegal in den USA aufgehalten haben soll.
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Zweifel an Darstellung der Behörden
Die offiziellen Angaben zum Ablauf konnten bisher nicht unabhängig überprüft werden. In vergleichbaren Fällen sorgten Videoaufnahmen von Augenzeugen später für Diskussionen über die Darstellung der Behörden.
Nach Angaben von NBC News sollen mehrere Personen den Vorfall mit Fotos und Videos dokumentiert haben. Diese Aufnahmen könnten bei der weiteren Untersuchung eine wichtige Rolle spielen.
Debatte über ICE-Einsätze nimmt weiter zu
Der tödliche Vorfall fällt in eine Zeit, in der die US-Regierung verstärkt gegen Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere vorgeht. Abschieberazzien und Einsätze der Migrationsbehörde ICE sorgen dabei immer wieder für politische Kontroversen.
Bereits zuvor hatten tödliche Einsätze von Bundesbeamten landesweit Proteste ausgelöst. Die Fälle von Renée Good und Alex Pretti im Januar führten zu einer breiten Debatte über den Einsatz von Gewalt durch Behörden.
Fragen bleiben offen
Die Ermittlungen sollen nun klären, wie genau es zu der Schussabgabe kam und ob der Einsatz der tödlichen Gewalt gerechtfertigt war.
Der Fall dürfte die Diskussion über die Grenze zwischen Sicherheitspolitik und Menschenrechten in den USA weiter verschärfen.






