IBM verfehlt die Erwartungen deutlich – Anleger reagieren nervös. Die Aktie des US-Technologiekonzerns verliert zeitweise 23 Prozent.
Die Quartalszahlen von IBM haben an der Börse für einen Schock gesorgt. Obwohl der Umsatz leicht wuchs, blieb der Konzern deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurück.
Der Grund liegt laut IBM vor allem in einer unerwarteten Verschiebung der Kundenausgaben.
Umsatz bleibt hinter Erwartungen zurück
IBM meldete für das vergangene Quartal einen Umsatz von rund 17,2 Milliarden US-Dollar.
Analysten hatten jedoch mit etwa 17,9 Milliarden Dollar gerechnet.
Die Differenz von rund 700 Millionen Dollar sorgte für eine heftige Reaktion der Anleger.
Die Aktie brach im vorbörslichen US-Handel zeitweise um etwa 23 Prozent ein.
Kunden investieren plötzlich in Hardware
IBM-Chef Arvind Krishna erklärte den Rückgang mit einem veränderten Verhalten der Kunden.
Viele Unternehmen hätten ihre Ausgaben kurzfristig verschoben:
- mehr Investitionen in Server
- mehr Speicherlösungen
- mehr Arbeitsspeicher
Grund dafür waren erwartete Preissteigerungen wegen Engpässen bei Speicherchips.
IBM habe dieses Ausmass der Verschiebung nicht vorhergesehen.
KI-Boom sorgt für Engpässe
Der weltweite Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz treibt die Nachfrage nach leistungsfähiger Hardware massiv an.
Besonders gefragt sind:
- Hochleistungsspeicher
- KI-Chips
- Rechenkapazitäten
Diese Entwicklung beeinflusst auch IBM, das stark auf Software und Cloud-Dienstleistungen setzt.
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Software wächst – Infrastruktur schwächelt
Die Geschäftsentwicklung fiel unterschiedlich aus.
Positive Signale:
- Software-Umsatz stieg um 5 Prozent
Belastend:
- Infrastruktur-Umsatz sank um 7 Prozent
IBM hatte in den vergangenen Jahren den Schwerpunkt stärker auf Software verlagert und dafür auch milliardenschwere Übernahmen getätigt.
Anleger fürchten Folgen der Künstlichen Intelligenz
Die Börse reagierte nicht nur auf die aktuellen Zahlen.
Viele Investoren fragen sich, ob KI-Technologien langfristig das klassische Softwaregeschäft von IBM verändern könnten.
Die Sorge:
- KI könnte bestimmte Softwarelösungen ersetzen
- Unternehmen könnten weniger traditionelle IT-Dienste benötigen
- der Wettbewerb im Technologiemarkt könnte härter werden
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschliesslich der Information und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung für Wertpapiere dar. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Trotz sorgfältiger Prüfung wird keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der Informationen übernommen. Anleger sollten ihre Investitionsentscheidungen auf Grundlage eigener Recherchen oder einer unabhängigen Finanzberatung treHen.






