32 Kubaner bei US-Militäroperation getötet
Bei der US-Militäroperation in Venezuela, die zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro führte, sind nach Angaben der kubanischen Regierung 32 kubanische Staatsangehörige ums Leben gekommen. Havanna sprach von einem „verbrecherischen Angriff“ der Vereinigten Staaten auf die Bolivarische Republik Venezuela laut ansa.it.
In einer im staatlichen Fernsehen ausgestrahlten Erklärung teilte die kubanische Regierung mit, die Getöteten seien Angehörige der Revolutionären Streitkräfte Kubas sowie des Innenministeriums gewesen. Sie hätten sich im Auftrag Havannas in Venezuela aufgehalten und dort sicherheitsbezogene Missionen für den engen Verbündeten Caracas ausgeführt.
Havanna ordnet Staatstrauer an
Die kubanische Führung ordnete nach Bekanntwerden der Todesfälle eine zweitägige Staatstrauer an. Präsident Miguel Díaz-Canel würdigte die Getöteten als Soldaten, die „ihre Pflicht mit Würde und Heldenmut“ erfüllt hätten. In einer Stellungnahme hiess es, die Kubaner seien entweder im direkten Kampf oder infolge der US-Bombardierungen ums Leben gekommen.
„Ehre und Ruhm den tapferen kubanischen Kämpfern, die im Kampf gegen Terroristen in imperialer Uniform gefallen sind“, erklärte Díaz-Canel.
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Trump bestätigt Tote unter kubanischen Sicherheitskräften
Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump an Bord der Air Force One erklärt, dass während der Operation in Venezuela eine grosse Zahl kubanischer Sicherheitskräfte getötet worden sei. „Viele Kubaner wurden gestern getötet“, sagte Trump und fügte hinzu, es habe auch „viele Tote auf der anderen Seite“ gegeben.
Offizielle Angaben der venezolanischen Behörden zu Toten und Verletzten liegen bislang nicht vor.
Enge militärische Allianz zwischen Kuba und Venezuela
Kuba und Venezuela pflegen seit dem Machtantritt von Hugo Chávez Ende der 1990er-Jahre enge politische und militärische Beziehungen. Nach dem gescheiterten Putschversuch gegen Chávez im Jahr 2002 verstärkte Havanna sein sicherheitspolitisches Engagement in Venezuela deutlich.
Caracas ist bis heute einer der wichtigsten Öllieferanten Kubas und erhält im Gegenzug unter anderem medizinisches Personal sowie militärische Unterstützung.
Trump: Kuba steht vor dem Zusammenbruch
US-Präsident Trump erklärte zudem erneut, Kuba stehe wirtschaftlich kurz vor dem Kollaps. Die Insel leidet seit Jahren unter einer schweren Krise mit Devisenmangel, Treibstoffknappheit und regelmässigen Stromausfällen.
Als Ursachen gelten verschärfte US-Sanktionen, strukturelle Schwächen der zentralisierten Planwirtschaft sowie der massive Einbruch des Tourismus.










