Ein Routinebetrieb auf hoher See – und plötzlich steht ein medizinischer Notfall im Mittelpunkt.
Auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik ist es laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu einem mutmasslichen Ausbruch des Hantavirus gekommen. Drei Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein.
Hantavirus-Ausbruch auf der „Hondius“
Betroffen ist das Expeditionsschiff „Hondius“ des niederländischen Betreibers Oceanwide Expeditions.
Laut Angaben der WHO und des Betreibers wurden mehrere Infektionen an Bord festgestellt.
Drei Todesfälle gemeldet
Nach bisherigen Informationen sind drei Personen mutmasslich nach einer Hantavirus-Infektion gestorben.
Zwei der Todesopfer stammen demnach aus den Niederlanden, wie das niederländische Aussenministerium mitteilte.
Weitere Infektionen an Bord
Neben den Todesfällen wurden weitere Erkrankungen registriert.
- zwei Crew-Mitglieder mit bestätigtem Verdacht
- eine Person in intensivmedizinischer Behandlung in Südafrika
- eine weitere medizinische Überwachung an Bord oder an Land
Die WHO bestätigte zudem, dass die medizinische Versorgung der Betroffenen läuft und eine umfassende Untersuchung eingeleitet wurde.
Was ist das Hantavirus?
Das Hantavirus ist eine Gruppe von Viren, die beim Menschen schwere Erkrankungen auslösen können.
Typische Symptome sind:
- plötzliches Fieber
- Muskelschmerzen
- Atemprobleme
- in schweren Fällen Organversagen
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Übertragung
Die Ansteckung erfolgt in der Regel über:
- Kontakt mit Ausscheidungen von Nagetieren
- kontaminierte Oberflächen oder Staub
In sehr seltenen Fällen wird auch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung diskutiert.
WHO leitet Untersuchung ein
Die Weltgesundheitsorganisation hat eine epidemiologische Untersuchung gestartet.
Ziel ist es, den genauen Ursprung des Ausbruchs an Bord zu klären und weitere Infektionen zu verhindern.
Auch der Betreiber Oceanwide Expeditions arbeitet nach eigenen Angaben eng mit den Gesundheitsbehörden zusammen.
Route der „Hondius“
Das Schiff war laut Fahrplan von Ushuaia in Argentinien gestartet.
Zuletzt befand sich die „Hondius“ vor Kap Verde, wo das Schiff sein Ziel erreichen sollte.
Die Kapazität des Expeditionsschiffes beträgt:
- rund 170 Passagiere
- etwa 70 Crew-Mitglieder
Seltene, aber ernsthafte Gefahr auf See
Hantavirus-Ausbrüche gelten allgemein als selten, können jedoch schwere Verläufe nehmen.
Besonders kritisch ist die Situation in geschlossenen Umgebungen wie:
- Forschungsschiffen
- Expeditionskreuzfahrten
- abgelegenen Regionen ohne schnelle Evakuierungsmöglichkeiten
Der Vorfall auf der „Hondius“ zeigt, wie schnell sich medizinische Notfälle auch auf hoher See zu ernsthaften Krisen entwickeln können.
Die laufenden Untersuchungen der WHO sollen klären, wie es zu dem Ausbruch kommen konnte und ob weitere Personen betroffen sind.







