Ein schwer erkrankter Kreuzfahrtpassagier sorgt jetzt auch in der Schweiz für erhöhte Aufmerksamkeit.
Nach einem möglichen Kontakt mit einem Hantavirus-Patienten wird eine Person aus Genf derzeit von den Behörden überwacht.
Das Bundesamt für Gesundheit versucht jedoch zu beruhigen.
Kontaktperson aus Genf unter Beobachtung
Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte, befindet sich eine Person aus Genf derzeit in häuslicher Isolation.
Die betroffene Person zeigt laut BAG bislang keine Symptome.
Der Kontakt entstand auf einem Flug von St. Helena nach Johannesburg.
An Bord befand sich auch ein schwer erkrankter Schweizer, der sich zuvor auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» mit dem Hantavirus infiziert hatte.
Kein Aufenthalt auf Kreuzfahrtschiff
Nach Angaben des BAG war die Person aus Genf nicht selbst Passagierin auf dem Kreuzfahrtschiff.
Die kantonalen Behörden stehen dennoch in engem Kontakt mit der betroffenen Person und überwachen deren Gesundheitszustand.
Schweizer Patient weiterhin im Universitätsspital Zürich
Der infizierte Schweizer befindet sich weiterhin im Universitätsspital Zürich.
Auch seine Ehefrau ist vorsorglich in häuslicher Isolation.
Für andere Flugpassagiere bestehe laut BAG derzeit jedoch keine Gefahr.
Der Grund: Der Patient entwickelte laut Behörden erst drei Tage nach seiner Ankunft Fieber.
Damit gilt eine Ansteckung während des Fluges nach aktuellem Wissensstand als unwahrscheinlich.
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Was ist das Hantavirus?
Hantaviren werden meist durch Nagetiere übertragen.
Menschen können sich beispielsweise über:
- kontaminierten Staub
- Tierurin
- Kot oder Speichel infizierter Tiere
- direkten Kontakt mit Ausscheidungen
anstecken.
Die Symptome reichen von grippeähnlichen Beschwerden bis zu schweren Krankheitsverläufen.
Mögliche Symptome
- hohes Fieber
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Atemprobleme
- Müdigkeit
- Kreislaufbeschwerden
Schwere Verläufe können selten lebensbedrohlich werden.
BAG stuft Risiko weiterhin als gering ein
Trotz des aktuellen Kontaktfalls sieht das BAG momentan keine erhöhte Gefahr für die Bevölkerung.
Die Behörden beobachten die Situation jedoch aufmerksam.
Was bisher bekannt ist
- Kontaktperson stammt aus Genf
- derzeit symptomfrei
- häusliche Isolation angeordnet
- Kontakt auf Flug von St. Helena nach Johannesburg
- infizierter Schweizer weiterhin im Universitätsspital Zürich
- Risiko laut BAG gering
Internationale Reisen erhöhen Gesundheitsüberwachung
Der Fall zeigt erneut, wie eng internationale Reisen und Gesundheitsüberwachung inzwischen verbunden sind.
Gerade bei seltenen Virusinfektionen reagieren Behörden heute oft frühzeitig, um mögliche Übertragungen rasch zu erkennen.
Das betrifft insbesondere:
- Kreuzfahrten
- internationale Flugreisen
- abgelegene Reiseziele
- medizinische Rücktransporte
Die Schweizer Gesundheitsbehörden betonen, dass aktuell kein Anlass zur Sorge für die breite Bevölkerung bestehe.
Der Hantavirus-Kontaktfall in Genf sorgt zwar für Aufmerksamkeit, nach aktuellem Stand sehen die Behörden jedoch kein erhöhtes Risiko.
Die überwachte Person zeigt bislang keine Symptome und befindet sich vorsorglich in Isolation.






