Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton lehnt die geplante Verkürzung der Rennen ab der kommenden Saison ab. Der Ferrari-Pilot hält die Änderung für nicht sinnvoll und fordert stattdessen noch grössere körperliche und mentale Herausforderungen für die Fahrer.
Formel 1 verkürzt Renndistanzen
Ab der kommenden Saison werden die Formel-1-Rennen kürzer. Statt wie bisher mindestens 305 Kilometer sollen die Grand Prix künftig nur noch 290 Kilometer umfassen. Das entspricht je nach Strecke einer Verkürzung um etwa zwei bis drei Runden.
Lewis Hamilton kann dieser Änderung wenig abgewinnen. Der siebenmalige Weltmeister kritisierte die Entscheidung am Rande des Grand Prix von Aserbaidschan in Baku deutlich. Die Verkürzung ergebe für ihn «absolut keinen Sinn».
Hamilton verwies dabei auch auf die körperlichen Anforderungen der aktuellen Formel-1-Autos. Die Rennen sollten seiner Ansicht nach sogar länger sein, weil sie körperlich einfacher seien als früher.
Hamilton will Fahrer stärker fordern
«Das soll ein Sport sein, der körperlich und mental am anspruchsvollsten ist», sagte Hamilton. Man wolle Athleten sehen, die am Limit ihrer Leistungsfähigkeit seien, ihren Körper weiter forderten und dabei neue Grenzen verschieben.
Kürzere Rennen widersprechen aus Sicht des 41-Jährigen diesem Anspruch. Statt die Renndauer zu reduzieren, sollten die Fahrer seiner Meinung nach noch stärker gefordert werden.
Laut GMX hängt die geplante Verkürzung allerdings mit den technischen Veränderungen bei den Formel-1-Autos zusammen.
Neuer Motor erhöht Kraftstoffverbrauch
Mit der neuen Motorenformel verändert sich auch das Verhältnis zwischen Verbrennungs- und Elektroantrieb. Der Elektroanteil, der aktuell rund die Hälfte der Antriebsleistung liefert, wird reduziert. Dadurch gewinnt der Verbrennungsmotor wieder stärker an Bedeutung.
Die Änderung führt gleichzeitig zu einem höheren Kraftstoffverbrauch. Grössere Tanks sowie umfangreiche Anpassungen an den Chassis wurden von den Rennställen abgelehnt.
Damit blieb als Lösung die Reduzierung der Renndistanzen. Die Grand Prix sollen künftig rund 15 Kilometer kürzer sein als bisher vorgeschrieben.
Für Hamilton ist diese Entwicklung dennoch nicht nachvollziehbar. Der Ferrari-Pilot fordert stattdessen einen Sport, in dem die Fahrer ihre körperlichen und mentalen Grenzen möglichst weit ausreizen können.






