Ein Konflikt, der weit über Grönland hinausgeht.
Während US-Präsident Donald Trump von einem möglichen Abkommen spricht, ziehen europäische Regierungschefs klare rote Linien – bei Souveränität und Gewaltandrohungen.
Europa reagiert geschlossen auf Grönland-Vorstoss
Im Streit um die Zukunft Grönlands haben sich europäische Spitzenpolitiker deutlich positioniert. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erklärte, ihr Land sei bereit zu einem konstruktiven Dialog über Sicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit – nicht jedoch über territoriale Fragen.
„Wir können über Sicherheit, Investitionen und Wirtschaft verhandeln. Aber wir können nicht über unsere Souveränität verhandeln“, betonte Frederiksen nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, einen Entwurf für ein Grönland-Abkommen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte ausgearbeitet zu haben, wie ansa.it berichtet.
Rutte: Souveränität kein Thema bei Gesprächen
NATO-Generalsekretär Mark Rutte bestätigte, dass die Frage der grönländischen Souveränität bei seinem persönlichen Treffen mit Trump nicht angesprochen worden sei. Auch auf Nachfrage erklärte er, dieses Thema sei „nicht mit dem Präsidenten besprochen worden“.
Stattdessen liege der Fokus auf der Sicherheit der Arktis:
„Er konzentriert sich darauf, was wir tun müssen, um diese riesige Arktisregion zu schützen – in einer Zeit, in der China und Russland zunehmend aktiv werden“, so Rutte.
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Merz warnt vor Gewalt und Zöllen
Deutliche Worte kamen auch aus Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte in einer Sonderansprache, dass jede Form von Gewaltandrohung gegenüber europäischem Territorium inakzeptabel sei.
„Jegliche Drohung, Gebiete mit Gewalt zu annektieren, ist inakzeptabel“, sagte Merz.
Auch neue US-Zölle würden die transatlantischen Beziehungen gefährden. Sollte es dazu kommen, werde Europas Antwort „geeint, ruhig, besonnen und entschieden“ ausfallen. Zugleich begrüsste Merz Trumps jüngste Äusserungen und sprach von „Schritten in die richtige Richtung“.
Dänemark setzt auf Dialog – mit klaren Grenzen
Frederiksen unterstrich erneut, dass Dänemark den Dialog mit Verbündeten suche, jedoch nur unter Achtung der territorialen Integrität. Grönland bleibe Teil des Königreichs Dänemark – darüber gebe es nichts zu verhandeln.










