Es geht nicht um die ganze Insel – sondern um gezielte Kontrolle.
Neue Details zum geplanten Grönland-Abkommen werfen ein anderes Licht auf die US-Pläne in der Arktis. Die Rede ist von klar abgegrenzten Gebieten mit besonderem Status.
US-Kontrolle über ausgewählte Zonen geplant
Das geplante Grönland-Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und ihren Partnern sieht vor, dass die USA die Souveränität über kleine, klar definierte Teile grönländischen Territoriums erhalten sollen. In diesen Gebieten könnten Militärstützpunkte errichtet und dauerhaft betrieben werden.
Drei hochrangige Beamte bestätigten diese Pläne gegenüber der New York Times. Die Regelung sei vergleichbar mit den britischen Militärstützpunkten auf Zypern, die bis heute als britisches Hoheitsgebiet gelten, wie ansa.it berichtet.
Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
imTicker auf WhatsApp abonnieren
Vergleich mit Zypern als Modell
Der Verweis auf Zypern gilt als bewusst gewählt. Grossbritannien verfügt dort seit Jahrzehnten über zwei souveräne Basisgebiete, obwohl die Insel selbst ein unabhängiger Staat ist.
Ähnliche Prinzipien sollen nun auch für Grönland gelten:
begrenzte, klar abgegrenzte Gebiete
Nutzung ausschliesslich für militärische Zwecke
volle Kontrolle durch die USA
übriges Territorium bleibt unverändert
Ziel sei es, strategische Interessen in der Arktis abzusichern, ohne die formelle Zugehörigkeit Grönlands grundsätzlich infrage zu stellen.
Arktis rückt weiter in den Fokus
Grönland spielt geopolitisch eine zunehmend zentrale Rolle. Neue Schifffahrtsrouten, Rohstoffe und die Nähe zu Russland und Nordamerika machen die Region strategisch wertvoll.
US-Vertreter sehen in der geplanten Lösung offenbar einen Kompromiss, der militärische Präsenz ermöglicht, ohne eine vollständige Kontrolle über die Insel anzustreben.










