Ein Bündner Kulturbau bekommt eine grosse Zukunft.
Das Naturmuseum in Chur wird aufgestockt, saniert und architektonisch komplett neu gedacht.
Und jetzt steht fest, wer das Grossprojekt realisieren darf.
Architekturwettbewerb entschieden – «Ammonit und Diorama» gewinnt
Der Kanton Graubünden hat den zweistufigen Wettbewerb zur Sanierung und Erweiterung des Bündner Naturmuseums (BNM) abgeschlossen.
Acht Planungsteams reichten in der zweiten Runde Entwürfe ein.
Die Sieger stehen fest:
Studio Esch Rickenbacher Architektur AG
Noun GmbH, beide aus Zürich
Ihr Projekt «Ammonit und Diorama» überzeugte das Beurteilungsgremium mit:
städtebaulicher Sensibilität
Berücksichtigung der Denkmalpflege
moderner Tragwerksplanung
starker Nachhaltigkeitsstrategie
Fokus auf Biodiversität und Nutzerbedürfnisse
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Aufstockung und neues Dachgeschoss
Der bestehende Museumskomplex von Bruno Giacometti (1970er-Jahre) wird:
um ein zusätzliches Geschoss erweitert
mit einem überhohen, stützenfreien und natürlich beleuchteten Raum ausgestattet
funktional deutlich aufgewertet
Das neue Dachgeschoss ermöglicht dem Naturmuseum ganz neue Ausstellungsszenarien.
Eine weitere grosse Veränderung:
Der Eingangsbereich wird verlegt
Das Erdgeschoss wird zum offenen “Foyer public”
Der Aussenraum wird gestalterisch verbessert
«Zeitgemässes Naturmuseum für die Zukunft»
Regierungsrätin Carmelia Maissen, Vorsitzende des Beurteilungsgremiums, betont:
«Das Projekt überzeugt durch sorgfältige Überlegungen und eine konsequente Weiterentwicklung des bestehenden Gebäudes. So entsteht ein zeitgemässes Naturmuseum mit neuen ausstellungstechnischen Möglichkeiten.»
Warum eine Sanierung jetzt nötig ist
Nach über 44 Jahren Betrieb ist der Museumsbau an seine Grenzen gekommen.
Aktuelle Probleme:
unzureichende Arbeits- und Lagerflächen
schlechte klimatische Bedingungen im Sommer und Winter
fehlender UV-Schutz
statische Schwächen (Erdbebensicherheit)
veraltete Gebäudetechnik
mangelnde Energieeffizienz
Die umfassende Sanierung ist daher zwingend.
Zeitplan: Baustart 2028 – Wiedereröffnung 2031
Die nächsten Schritte:
Überarbeitung des Wettbewerbsprojekts
Ausarbeitung des offiziellen Botschaftsprojekts
Politische Beschlüsse
Geplanter Baustart: Herbst 2028
Geplante Wiedereröffnung: Mitte 2031
Während der Bauphase zieht das Museum in ein Provisorium um.
Das BNM gehört mit bis zu 40’000 Besucherinnen und Besuchern jährlich zu den meistbesuchten Museen im Kanton.










