Zehn Spiele ohne Sieg. Verletzungssorgen. Und dann dieser Abgang.
Bei Crystal Palace liegen die Nerven blank – und Trainer Oliver Glasner macht seinem Frust öffentlich Luft.
Krise bei Crystal Palace spitzt sich zu
Crystal Palace steckt tief in der sportlichen Krise. Die 1:2-Niederlage auswärts gegen Sunderland war bereits das zehnte Spiel in Folge ohne Sieg. Nach einem Traumstart in die Saison und dem FA-Cup-Triumph im Sommer ist von der Euphorie kaum noch etwas übrig.
Nach dem Spiel platzte Trainer Oliver Glasner auf der Pressekonferenz der Kragen. In einer rund zehnminütigen Wutrede kritisierte er scharf die Klubführung – insbesondere den Zeitpunkt des Verkaufs von Captain Marc Guehi an Manchester City. Laut blick.ch erfuhr Glasner erst am Freitagmorgen, einen Tag vor dem Spiel, vom Abgang seines Abwehrchefs.
«Wir verkaufen ihn einen Tag vor dem Spiel»
Der Österreicher zeigte sich fassungslos über das Vorgehen des Klubs. Er habe die ganze Woche mit Guehi geplant, Standardsituationen einstudiert und den Innenverteidiger fest für die Partie eingeplant – nur um dann kurzfristig umdisponieren zu müssen.
Besonders brisant: Crystal Palace leidet aktuell unter zahlreichen Verletzungen. Für Glasner ist der Guehi-Transfer deshalb unverständlich. «Wir kennen unsere Situation seit Monaten – und dann machen wir so etwas?», fragt er sichtlich verärgert.
Breaking News direkt aufs Smartphone
Verpasse keine Eilmeldung mehr – jetzt den imTicker WhatsApp-Kanal abonnieren:
imTicker auf WhatsApp abonnieren
Keine Wechsel, keine Hoffnung
Beim Spiel im Stadium of Light verzichtete Glasner komplett auf Einwechslungen. Nach eigener Aussage, weil er den jungen Spielern auf der Bank nicht zutraute, in der aufgeheizten Atmosphäre entscheidend eingreifen zu können.
Die Botschaft an die Klubführung ist deutlich:
fehlende Unterstützung
keine Verstärkungen
stattdessen weitere Abgänge
«Der Mannschaft wurde zweimal in einer Saison das Herz herausgerissen», klagt Glasner – erst im Sommer mit dem Abgang von Eberechi Eze, nun mit Marc Guehi. Auch Michael Olise, der den Klub bereits im September 2024 verlassen hatte, wird erwähnt.
Glasner stellt eigenen Verbleib infrage
Besonders brisant: Glasner deutet offen an, dass selbst sein Verbleib bis Saisonende nicht sicher sei. Zwar glaube die Klubführung offenbar, dass der Klassenerhalt bereits gesichert sei – er selbst sehe das anders.
«Wenn es für Crystal Palace in Ordnung ist, die Saison so zu Ende zu spielen – ob mit mir oder einem anderen Trainer – dann ist das ihre Entscheidung», sagt Glasner. Sein Fazit klingt wie eine Warnung: Die Rechnung für diese Strategie werde nicht er bezahlen.










